The Sublime And.

von Tim Berne's Science Friction

Derzeit nicht lieferbar

Label: Thirsty Ear/EFA
Erscheinungsdatum: 01.01.2003

Rezension aus FALTER 46/2003

siIn den Neunzigerjahren war Tim Berne einer jener - lose mit dem Namen der New Yorker Spielstätte Knitting Factory assoziierten - Namen, die für eine avancierte Spielart des postmodernen Jazz standen. Die auf dem zweistündigen Live-Mitschnitt gebotenen Stücke beweisen, dass der Saxophonist, der sich hier auf das Alt beschränkt, seinem Hang zu epischer Breite (das längste Stück dauert eine halbe Stunde) treu geblieben ist. Große erzählerische Bögen, schnell geschnittene Collagen oder filigran intarsierte Details darf man sich hier eher nicht erwarten. Berne und sein Quartett entwickeln vielmehr eine musikalische Strömungslehre, die aus zirkulierenden Permutationen eine Abfolge unterschiedlich dichter und kohärenter Passagen entwickelt, die - sieht man von gegentlichen jazzrockigen Schüben ab - einen hohen Grad an Offenheit erhalten. Eine Musik, die es den Beteiligten erlaubt, den Sack nicht immer gleich zuzumachen, sondern auch "nebeneinander" zu spielen; eine Musik des langen Atems. Der Hörer braucht ihn allerdings auch.

in FALTER 46/2003 vom 14.11.2003 (S. 66)


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