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Label: Intakt
Erscheinungsdatum: 01.01.2004

Rezension aus FALTER 48/2004

Wenn ein Jazzer einen Kompositionsauftrag eines Neue-Musik-Ensembles kriegt, kann das schon grausam schief gehen. Die Vermählung von Jazz und "ernsthafter" Konzertmusik kennt gewiss mehr missglückte als gelungene Beispiele. Der Schlagzeuger, Bandleader und Komponist Lucas Niggli hingegen hat seine Band Zoom geschickt mit dem Ensemble Neue Musik Zürich kombiniert und dabei dennoch von fragwürdigen Fusionisierungsversuchen die Finger gelassen. Nach zwei Minuten hat man den Wir-spielen-unsere-Instrumente-jetzt-mal-irre-unorthodox-Gestus der Neuen Musik hinter sich gebracht und kann sich einem erweiterten Jazz-Idiom überlassen, in dem die hervorragenden Solisten aus Nigglis Band den Ton angeben (genannt seien Posaunist Nils Wogram und Claudio Puntin an der Klarinette), der britische Vokal-Berserker Phil Minton einige hoch differenzierte Beispiele seines stupenden Könnens abliefert und mit schlanken Arrangements bewiesen wird, dass "Sweat" keineswegs verschwitzt klingen muss.

in FALTER 48/2004 vom 26.11.2004 (S. 67)


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