Messages

von Hannes Löschel

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Label: Extraplatte
Erscheinungsdatum: 01.01.1998

Rezension aus FALTER 20/1999

Nein, wir müssen zum Glück nicht darüber reflektieren, welche Botschaft der Künstler hier für uns hat. Die "Messages", die der CD von Hannes Löschel den Namen gaben, hat der Pianist und Komponist selber erhalten - auf seinem Anrufbeantworter. Besetztzeichen, Hintergrundgeräusche und unverständliches Gemurmel sind das Ausgangsmaterial für vier live im echoraum eingespielte Ensemblestücke. Allzuviel ist davon aber nicht mehr zu hören: Josef Novotnys Sampleeinsätze sind wie gewohnt angenehm dezent, und so lautmalerisch können die Violine von Joanna Lewis, das Cello von Michael Williams und die Baßklarinette von Ernesto Molinari - bei aller Virtuosität - gar nicht sein, daß der Gedanke an vertonte Telekommunikation aufkommen könnte. Die klassischen Instrumente dominieren und machen Löschels Annäherung an das "psychoakustische Ambiente des Sich-Erreichens" zu gediegener Kammermusik: mit einem spätromantisch wirkenden Streicherduo, unterlegt von Molinaris ostinaten Baßlinien ("Canada ham"), einem mit den Klangfarben der Klarinette spielenden Solo ("Unbekannt") oder hochexpressiven Kantilenen der Geige ("Rückruf").

Carsten Fastner in FALTER 20/1999 vom 21.05.1999 (S. 64)


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