Baumschmuck
Merry Christmas, Mr. Christkind

von Christopher Just, Clemens Haipl, Mel Merio

Derzeit nicht lieferbar

Label: Kacka Records
Erscheinungsdatum: 02.12.2008

Rezension aus FALTER 50/2008

Und dem Sampler "Verve Remixed Christmas" (Verve/Universal), für den Produzenten wie The Orb oder Christian Prommer jazzige Dezemberlieder von Billie Holiday oder Dinah Washington durch den Wolf drehten, merkt man kaum mehr an, dass es sich um Weihnachtsrepertoire handelt. Geht auch in Ordnung.Gewohnt gut zusammengestellt zeigt sich der Trikont-Sampler "Wish You Too Best Christmas Ever" (Hoanzl) mit einem Potpourri von Soul bis Rock und Folk. Mit dabei: The Ramones, die großartigen bayerischen Japaner Coconami oder The Staple Singers, die die Frage "Who Took the Merry Out of Christmas?" stellen.Auch sehr sympathisch packt
Julian Koster die Sache an. Einst bei der US-Indieband Neutral Milk Hotel beschäftigt, ist er inzwischen vorrangig solo unterwegs und präsentiert "The Singing Saw at Christmastime" (Merge), auf dem er mit der Singenden Säge die amerikanischen Weihnachtslieder interpretiert. Es soll Menschen geben, die den Klang dieses Instruments mit dem Geräusch vergleichen, das entsteht, wenn man sich auf eine Katze setzt. Die haben ja keine Ahnung. Selten haben "Frosty the Snowman", "Silverbells" oder "O Come All Ye Faithful" derart anrührend geklungen. Trotzdem ist die Platte auch toll zum Verwandten-Verjagen geeignet.Kein Witz: George Michael hat für heuer einen neuen Weihnachtssong angekündigt. Er will ihn aber erst am 25. Dezember veröffentlichen. Auch sonst ist 2008 wieder genug X-Mas-Musik erschienen, manches davon erfreulich anders.
Hinter dem "Verein zum Schutz von Schlittentieren und regionaler Weihnachtstradition" verbirgt sich der jüngste Streich von Technokasperl Christopher Just. In seiner neuen Heimat New York muss ihn das Heimweh gepackt haben, und so hat der Wiener mit Clemens Haipl & Mel Merio ein Album für das Christkind aufgenommen. Auf "Baumschmuck.
Merry Christmas, Mr. Christkind" (Kacka Records) wird diesem ausgiebig gehuldigt, während der Weihnachtsmann seine Watschen kriegt – Titel wie "Santaclaustrophobic" oder "Das Christkind ist geil" sprechen eine deutliche Sprache. Musikalisch pendelt Just zwischen Dancefloorsound und nervigen Austropop-Anklängen. Weihnachtsplatte, einmal ganz anders: Ja, so könnt's gehen.

Sebastian Fasthuber in FALTER 50/2008 vom 12.12.2008 (S. 30)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Verve Remixed Christmas
Wish You Too Best Christmas Ever (Various)
The Singing Saw at Christmastime (Julian Koster)

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