No so vü

von Willi Resetarits

Derzeit nicht lieferbar

Label: Eigenverlag
Erscheinungsdatum: 21.04.2009

Rezension aus FALTER 33/2016

Von den Schmetterlingen über Kurt Ostbahn und den Stubnblues zu Ernst Molden

Auch wenn Willi Resetarits unbestritten die ideale Verkörperung des Kurt Ostbahn ist, so hat er musikalisch doch einiges mehr zu bieten.
Mit den Schmetterlingen, einer politischen Folkband veröffentlichte er neun Alben, besonders berühmt wurde die ”Proletenpassion«, die 1976 bei den Wiener Festwochen als Theaterfassung auf die Bühne gebracht wurde. 1977 folgte dann das Album auf drei Langspielplatten. Bis heute hat dieses Werk, das die Geschichte des Proletariats erzählt, nichts an Faszination eingebüt. Erst 2015 wurde das Stück im Werk X in einer neuen Fassung wiederaufgeführt. Die Karriere des Kurt Ostbahn begann mit der Chefpartie, seine erste Platte veröffentlichte er 1985 mit dem Hit ”Feuer«. Das Erfolgsmodell lautete: guter amerikanischer Rock, geniale Wiener Texte von Günter Brödl und Willi Resetarits als Ostbahn Kurti auf der Bühne. 1994 wurde die Chefpartie von der Kombo abgelöst. 2000 starb Brödl, danach veröffentlichte und vertonte Kurt Ostbahn alle verbliebenen Texte, am 31. Dezember 2003 fand das Abschiedskonzert im Orpheum statt, der Kurtl ging in Frühpension. Gleich darauf gründete Resetarits mit befreundeten Musikern den Stubnblues. Ursprünglich wollten sie einen neuen Sound in die Berghütten bringen und nur Konzerte auf über 1500 Metern geben. Da sich das als nicht sehr praktikabel erwies, spielt der Stubnblues nun auch im Tal.
Seit 2009 tritt Resetarits mit Ernst Molden, Walther Soyka und Hannes Wirth auf, zuletzt veröffentlichten sie das Album ”schdrom«. Und es gibt wieder neue Ostbahn-Platten: Das Konzert auf der Kaiserwiese aus dem Jahr 2014 wurde mittlerweile auf zwei LPs veröffentlicht.

Stefanie Panzenböck in FALTER 33/2016 vom 19.08.2016 (S. 25)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Ostbahn Kurti & Die Chefpartie (Ostbahn Kurti & Die Chefpartie)
Proletenpassion (Schmetterlinge)
2014 Live auf der Kaiserwiese.Vol.3+4-Die Frem

Rezension aus FALTER 17/2009

Willi Resetarits sagt über "No so vü", den dritten Langspieler mit seiner Stubnblues-Combo, es sei ihr bisher reifstes Album. Wenn in Pressetexten solche Formulierungen aufscheinen, ist Vorsicht geboten. Tatsächlich schrammt "No so vü" in seiner Gemütlichkeit oft haarscharf an der Langeweile vorbei. Zu selten schimmert hinter der gediegenen Musikalität echte Intimität durch. Und textlich gerät man mitunter in bedenkliche Nähe zu Austropopwerken: "I mecht no so vü Zeit haben / Und no so vü verstehn / Mecht alles, nur kan Neid haben / Sollt's amoi nimma gehn." Energie, Willi!

Sebastian Fasthuber in FALTER 17/2009 vom 24.04.2009 (S. 27)


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