The City Of Dreaming Spires

von Curbs

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Label: Pate
Erscheinungsdatum: 18.09.2009

Rezension aus FALTER 39/2009

Am 25. September erscheint "The Angst & The Money", das fulminante neue Album von Ja, Panik. Mit "Wellen der Angst" (Trikont) folgt gleich noch eine zweite Angstplatte; die Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune hält damit, was ihr Debüt "Goodnight Vienna" versprochen hat. Ursprünglich als Freizeitgaudi der FM4-Mitarbeiter Ostermayer, Zikmund, Fuchs und Pfister entstanden, hat sich die Neigungsgruppe inzwischen zu einer regulären Band entwickelt, kongenial unterstützt von Tausendsassa Sir Tralala. Trittsicher bewegt sie sich zwischen Aufrichtigkeit und Selbstironie, authentischem Leid und künstlich überhöhtem Elend und verpasst der alten Tante Austropop eine Frischzellenkur. Sieben Eigenkompositionen stehen fünf eingewienerten Covers gegenüber, u.a. von John Cale, MGMT und TV On The Radio. Die Arrangements sind deutlich ausgefeilter als beim Erstling, ohne den räudigen Charme der Band zu beschädigen. Produziert hat die CD Alex Wunderbar, der mit seiner eigenen Band Curbs ganz anderes Terrain beackert. "The City of Dreaming Spirit" (Pate), das dritte Album des Quintetts, setzt auf harmonieseligen, dabei aber nie allzu stromlinienförmigen Britpop, der eindeutig in die große Halle und nicht in den Kellerclub möchte.
Zwei Neuzugänge hat die Wiener Singer/Songwriterwelt zu verzeichnen. Pieter Gabriel – der Mann heißt dank eines musiknarrischen Vaters wirklich so – kreiert auf "City of Last Things" (19eightyone) nebelverhangene Welten zwischen der Americana-Indierock-Tristesse eines Mark Lanegan und, fallweise, britischem Gefühlspop. "All eyes on me as I started to run, as if I was naked, holding a gun", lautet eine charakteristische Zeile; wobei Gabriel fiktiven Geschichten eindeutig den Vorzug vor der Tagebuchvertonung gibt.
Weit fröhlicher ist Matthias Frey alias Sweet Sweet Moon gestimmt, dessen verspielte erste Mini-CD "Pompidou" (Siluh) weniger der Notwendigkeit des künstlerischen Ausdrucks verpflichtet ist als vielmehr auf die Eroberung von Mädchenherzen abzielt. Vier Songs sind ruhig gehalten, zwei flott; die Stimme ist markant, der Gesamteindruck sympathisch.

Gerhard Stöger in FALTER 39/2009 vom 25.09.2009 (S. 27)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Wellen der Angst (Neigungsgruppe Sex Gewalt Und Gute Laune)
City of Last Things (Pieter Gabriel)
Pompidou (Sweet Sweet Moon)

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