Wilbur
Die aufregend fremde Welt eines Schneemanns

von Tex Rubinowitz

€ 19,90
Lieferung in 1-3 Werktagen

EAN: 9783854396192
Verlag: Falter Verlag
Umfang: 96 Seiten, gebunden
Erscheinungsdatum: 21.08.2018

Wilbur der Schneemann, die Ente Manfred und der kleine rotznäsiger Tobias sind regelmäßig in der Wochenzeitung FALTER zu finden – seit 30 Jahren. Repräsentativ versammelt der Bildband etwa 300 der von Tex Rubinowitz gezeichneten Strips aus dieser Zeit. Es geht um alle Themen menschlichen Daseins und Versagens, Schrauben im Kuchen, aus Schlamm geformte Katzen, mit Buttermilch betanke Autos u.v.m.
Mit einem Nachwort von Klaus Nüchtern.

 

Rezension aus FALTER 35/2018

Der rotzigste weise Schneemann der Welt

Tex-Rubinowitz-Kreatur Wilbur erscheint seit 30 Jahren im Falter. Nun wird ihr ein prachtvoller Farbband gewidmet

Seit 30 Jahren zeichnet Tex Rubinowitz jede Woche im Falter nicht nur seine genialen Karikaturen, sondern auch den Comicstrip Wilbur, der aus der „aufregenden Welt eines Schneemanns“ berichtet. Wer schreibt, weiß, wie schwer es ist, auf Zuruf witzig zu sein. Es besteht Grund zur Annahme, Tex Rubinowitz ist nicht auf Zuruf oder dreimal pro Woche witzig. Er ist wesensmäßig witzig.

Was bedeutet, wesensmäßig witzig zu sein? Zum Beispiel, seine Existenz so einzurichten, dass man mit größtmöglicher Lakonie auf die Zumutungen des Daseins reagieren kann. Dass man mit seinen Mitteln sparsam umgeht und Geschwätzigkeit vermeidet. Dass man mit jeder Wendung zusticht (Pointe bedeute Spitze). Dass die Gesten sitzen, als hätte man sie täglich exerziert. Das klingt militärisch. Nichts wäre falscher. Tex Rubinowitz ist Individualist, nicht ungesellig, aber wesentlich Einzelgänger. Die von ihm bekannten Eigenschaften und Vorlieben (Eisschwimmen, Staub in Jahrgangssäcken sammeln, Alleinreisen) implizieren vor allem eines: Kontrolle. Der Pointensichere fuchtelt nicht herum, er schaut genau und trifft.

Tex Rubinowitz, das ist gekonnt verhohlene Könnerschaft. Tex ist ein großartiger Zeichner, was er dadurch verbirgt, dass er mit billigem Kuli scheinbar kritzelt. Wie er in diesem Gekritzel mit sparsamsten Mitteln Ähnlichkeiten zeigt, muss ihm erst jemand nachmachen. Tex ist ein Dichter. Nicht wegen des Bachmann-Wettbewerbs, den er gewonnen hat. Papperlapapp. Sondern wegen der tiefsinnigen Dialoge, die wir jede Woche bei Wilbur finden.

Erstes Bild. Das Kaninchen sitzt vor Wilbur und fragt: Existiere ich, um zu existieren? Zweites Bild. Das Kaninchen sitzt vor Wilbur und fragt: Oder existiere ich, um zu beweisen, dass Sie existieren? Drittes Bild: Wilbur sagt zum Kaninchen: Du willst meine Nase, stimmt’s?

Wie es sich gehört, besteht die Nase eines Schneemanns aus einer Karotte. Tex hat den Schneemann vor der Heißzeit erfunden. Man versenke sich in seine Weisheit, um der lästigen Zeit für eine Zeit zu entkommen. Nur Meister ermöglichen uns solche tiefsinnigen zeitlosen Vergnügungen. Tex Rubinowitz ist ein Meister.

Armin Thurnher in FALTER 35/2018 vom 31.08.2018 (S. 35)



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