The Diving Board

Audio-CD
€ 28,60
-
+
Lieferung in 7-14 Werktagen

Bitte haben Sie einen Moment Geduld, wir legen Ihr Produkt in den Warenkorb.

Mehr Informationen
ISBN 0602537439126
Erscheinungsdatum 13.09.2013
Größe 144 x 124 mm
Verlag Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Komponist(en) Elton John
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
info@mfp.de
Unsere Prinzipien
  • ✔ kostenlose Lieferung innerhalb Österreichs ab € 35,–
  • ✔ über 1,5 Mio. Bücher, DVDs & CDs im Angebot
  • ✔ alle FALTER-Produkte und Abos, nur hier!
  • ✔ keine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte
  • ✔ als 100% österreichisches Unternehmen liefern wir innerhalb Österreichs mit der Österreichischen Post
Kurzbeschreibung des Verlags

Sir Elton John präsentiert am 13.September 2013 sein neues Album "The Diving Board". Der legendäre Sänger, Songwriter und Entertainer präsentiert ein eindrucksvolles neues Kapitel seiner faszinierenden Karriere - und kehrt musikalisch zu seinen Wurzeln zurück. "The Diving Board" ist sein erstes Solo-Studioalbum seit 2006. Die Songs wurden gemeinsam mit einer hochklassigen Musiker-Garde fast komplett live eingespielt: Gitarrist Doyle Bramhall, R&B-Sänger und Bassist Raphael Saadiq, Keyboarder Keefus Ciancia, Schlagzeuger Jay Bellerose und Motown-Legende Jack Ashford, der u.a. als Percussionist für Marvin Gaye gearbeitet hat, sind dabei. Gemeinsam mit Bernd Taupin, der bereits seit 1967 mit Elton John arbeitet, entstanden die Songs auf "The Diving Board". Produzent T-Bone Burnett, der auch Elton Johns gemeinsames Album "The Union" mit Leon Russell, produziert hat, stand bei "The Diving Board" an den Reglern.

Mehr Informationen
ISBN 0602537439126
Erscheinungsdatum 13.09.2013
Größe 144 x 124 mm
Verlag Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Komponist(en) Elton John
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
info@mfp.de
Unsere Prinzipien
  • ✔ kostenlose Lieferung innerhalb Österreichs ab € 35,–
  • ✔ über 1,5 Mio. Bücher, DVDs & CDs im Angebot
  • ✔ alle FALTER-Produkte und Abos, nur hier!
  • ✔ keine Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte
  • ✔ als 100% österreichisches Unternehmen liefern wir innerhalb Österreichs mit der Österreichischen Post
FALTER-Rezension

Back to the Roots

Gerhard Stöger in FALTER 39/2013 vom 25.09.2013 (S. 35)

Zwei ungleiche Songwriter-Größen, die es noch einmal wissen wollen: die neuen Alben von Elton John und Elvis Costello

Sie kommen aus England, sind seit Jahrzehnten erfolgreiche Songwriter und tragen markante Künstlernamen. Damit enden die Parallelen zwischen Elvis Costello und Elton John aber schon wieder.
Der eine ist ein seriöser Biedermann, der andere ein schriller Fixbestandteil der globalen Seitenblickegesellschaft. Der eine fällt durch nasal-waidwunden Gesang auf, der andere durch unerschütterlich voluminöse Intonation. Der eine entzückt Freunde gepflegter Erwachsenenpopmusik, der andere gilt neben Paul McCartney als erfolgreichster lebender Unterhaltungsmusiker.
Nun veröffentlichen Elvis Costello, 59, und Elton John, 66, zeitgleich neue Studioalben, und beide legen sich die Latte hoch, wollen sie doch überraschen und auf allzu Naheliegendes verzichten. Das ehrt diese älteren Herren nicht nur, es zeitigt auch interessante Ergebnisse.

Elvis Costello hat "Wise Up Ghost" mit den Roots aus Philadelphia aufgenommen, der bekanntesten Hip-Hop-Gruppe der USA, während Elton John mit "The Diving Board" den Plan verfolgte, an die reduzierte Ästhetik seiner frühen Arbeiten anzuknüpfen. Als Produzent unterstützte ihn dabei T Bone Burnett, der – noch eine Pa­rallele! – schon wiederholt mit Costello gearbeitet hat.
"I hung out with the old folks / In the hope that I'd get wise", hebt Elton John eingangs an, begleitet nur vom Klavierspiel, das auch die folgenden Lieder prägt. Neben einer schlanken Band stehen ihm dann zwar auch Streicher und Bläser zur Verfügung, sie werden aber zurückhaltend eingesetzt, und Orchesterkitsch bleibt tatsächlich außen vor.
Die wie gehabt von Bernie Taupin verfassten Texte sind nicht eben frohnaturig, die Musik kennt neben reduzierten Balladen aber auch beschwingtere und teils beinahe forsche Momente. Dass das Ganze bisweilen hart an der Schunkelgrenze schrammt, ist bei Elton John unvermeidlich, aber, hey, niemand schunkelt beseelter als dieser Mann!
Elton John hat mit Bernie Taupin stets denselben partner in crime, Costello dagegen geht immer wieder einmal andere Kooperationen ein – vom Klassikorchester über das Jazz­ensemble bis hin zu einer Arbeit mit Burt Bacharach. Für "Wise Up Ghost" tat er sich mit Ahmir Thompson alias ?uestlove zusammen, dem Schlagzeuger und musikalischen Direktor der seit einem Vierteljahrhundert aktiven US-Hip-Hopper The Roots.

Rappt Costello jetzt also? Mitnichten. Er bekommt auch keine scharfen Beats verpasst, sondern einen organischen Grooveteppich ausgerollt, der weit mehr mit dem Funk und Soul der 1970er-Jahre als mit zeitgenössischem Hip-Hop zu tun hat. Darüber singt er, befreit vom klassischen Strophe-Refrain-Strophe-Schema und traditionellem Songwriterhandwerk. In den schwächeren Momenten ergibt das Groovemusik für BMW-Fahrer, in den besseren freilich Energie, die durch Reibung entsteht.
Unterm Strich sind beide Alben mit einer Spielzeit von je einer knappen Stunde um rund ein Drittel zu üppig ausgefallen; irgendwann macht sich in beiden Fällen ein wenig Langeweile breit. Aber es ist Langeweile auf hohem Niveau.

weiterlesen