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| Themen | Philosophie und Religion Religion und Glaube Religion, allgemein Religiöse Fragen und Debatten Religion und Politik |
|---|---|
| ISBN | 9780008846633 |
| Sprache | Englisch |
| Erscheinungsdatum | 07.07.2026 |
| Größe | 219 x 142 mm |
| Verlag | Harper Collins Publ. UK |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Product Safety Manager enquiries@harpercollins.ie |
From the bestselling author of Hillbilly Elegy - an intimate account of why Vice President JD Vance strayed from the Christianity of his youth and what led him back to faith.Communion is a spiritual exploration of what it means to be a Christian in all the seasons of life JD Vance has experienced -as a child, a young man, a husband, a father and a leader.Picking up in some ways where Hillbilly Elegy left off, Communion recounts how Vance's pursuit of material privileges ultimately led him into a secular wilderness.Communion reveals how Vance regained his faith and discusses his conversion to Catholicism, how his faith guides his work in public life, and how it shapes his thoughts about the future.
| Themen | Philosophie und Religion Religion und Glaube Religion, allgemein Religiöse Fragen und Debatten Religion und Politik |
|---|---|
| ISBN | 9780008846633 |
| Sprache | Englisch |
| Erscheinungsdatum | 07.07.2026 |
| Größe | 219 x 142 mm |
| Verlag | Harper Collins Publ. UK |
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Barbaba Tóth in FALTER 30/2026 vom 22.07.2026 (S. 17)
Psychotherapie hat bei dir nicht funktioniert. Aber die Kirche schon." Dieser Satz der Frau des US-Vizepräsidenten J. D. Vance, Usha Vance, findet sich auf halbem Weg im Buch, und damit ist eigentlich alles gesagt.
Vance, der Aufsteiger aus der weißen amerikanischen Unterschicht, hat es in seinem Leben weit gebracht. In seinem ersten Buch "Hillbilly Elegy" beschrieb er das Aufwachsen in zerrütteten Verhältnissen in Ohio. Einziger Halt war seine Oma, die Marines und das Studium in Yale öffneten ihm die Türen. Jetzt ist Vance Teil des Establishments und legt rechtzeitig vor den US-Midterms sein zweites Buch vor.
In "Communion" erzählt Vance wieder seine Lebensgeschichte. Aber diesmal nicht als ehrliche, blendend geschriebene soziologische Milieustudie. Während in "Hillbilly Elegy" Religion nur eine Randnotiz war, legt sich Vance in "Communion" seine Suche nach einer Kirchenheimat als neuen roten Erzählfaden zurecht. Vance' neues Werk liest sich wie ein durchkalkuliertes Bewerbungsschreiben, verbrämt mit autobiografischen Anekdoten, manche davon wortgleich aus seinem ersten Buch übernommen, dazu Bibelzitate. Das macht die 300 Seiten zu einer ziemlich schleppenden Lektüre.
Der katholische Glaube, oder das, was Vance daraus macht, dient ihm als Chiffre für alles Mögliche. Er gibt ihm im Privatleben Halt, wobei man sich fragt, ob es nicht auch jede andere europäische Religion hätte sein können, abseits der Evangelikalen, deren Sektenhaftigkeit Vance schon als Jugendlicher bei seinem Vater fürchten lernte. Aber katholisch sein ist bei Republikanern gerade "in", wohl auch, weil die katholische Kirche wie keine andere intellektuell schillern kann und für das europäische Erbe steht, das Vance so bewundert. Er zählt christliche Apologeten wie Clive Staples Lewis ("Die Chroniken von Narnia") und J.R.R. Tolkien ("Der Herr der Ringe") zu seinen intellektuellen Helden und natürlich den Religionsphilosophen René Girard, auf den auch Tech-Magnat und Vance' erster Financier Peter Thiel so steht. So ein Papst im prachtvollen Vatikan macht natürlich auch was her, wenn man durch zwielichtige TV-Prediger sozialisiert wurde wie Vance.
Politisch zimmert sich Vance den Katholizismus als Erlösung für alles zusammen, was in den USA schiefgelaufen ist. Der Neoliberalismus hat den Menschen ihre Würde geraubt? Familien können sich keine Kinder mehr leisten, selbst wenn beide hart arbeiten? Die Gesellschaft ist egomanisch? Nächstenliebe ist die Antwort! Dafür gräbt Vance die Enzyklika "Rerum novarum" von Papst Leo XIII. aus dem Jahr 1891 aus, ein wichtiges Fundament für die christliche Soziallehre europäischer Konservativer. Für Republikaner, die den Papst auch schon einmal als "Kommunisten" beschimpfen, ist das vielleicht originell. Als Österreicherin denkt man sich: Will uns Vance das, wofür die ÖVP steht, jetzt als politischen Heiligen Gral verkaufen? Oder sogar das, was das Christlich-Soziale in den 1930er-Jahren repräsentierte? Denn Vance wünscht sich Kirche und Staat wieder stärker verpartnert.
Am Ende bleibt "Communion" widersprüchlich. Wie kann jemand wie Vance, der sich als gläubiger Katholik inszeniert, der die Abgehobenheit der Eliten und die Gefahr der Desinformation beklagt, mit einem wie Trump zusammenarbeiten? Aus dem wütenden Hillbilly von einst ist ein Karriere-Katholik geworden, der um die Gunst seiner Partei, der Republikaner, wirbt.

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