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| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Allgemein Historisch, politisch, militärisch Historisch, politisch, militärisch |
|---|---|
| ISBN | 9781788737692 |
| Sprache | Englisch |
| Erscheinungsdatum | 03.09.2019 |
| Größe | 198 x 130 mm |
| Verlag | Verso Books |
| Lieferzeit | Lieferung innerhalb von 28 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Libri GmbH Europaallee 1 | D-36244 Bad Hersfeld gpsr@libri.de |
In this book, Senator Bernie Sanders explains where he comes from. He describes in detail how, after cutting his teeth in the Civil Rights movement, Sanders helped build an extraordinary grassroots political movement in Vermont, making it possible for him to become the first independent elected to the U.S. House of Representatives in forty years and now the longest-serving independent in U.S. political history. An extensive afterword by The Nation’s National Affairs correspondent John Nichols continues the story with Sanders’s entrance into the Senate, the drama of the 2016 Democratic Primary, his ongoing resistance to Trump, and the thrilling launch of his 2020 bid for the White House. A new foreword by Nina Turner, former president of Our Revolution and co-chair of the Sanders for President campaign, provides a rare glimpse of Bernie as a person. Outsider in the White House tells the story of a passionate and principled political life.
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Allgemein Historisch, politisch, militärisch Historisch, politisch, militärisch |
|---|---|
| ISBN | 9781788737692 |
| Sprache | Englisch |
| Erscheinungsdatum | 03.09.2019 |
| Größe | 198 x 130 mm |
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Armin Thurnher in FALTER 9/2020 vom 26.02.2020 (S. 12)
Bernie Sanders ist ein sturer alter Linker. Er war auch einer der besten Bürgermeister der USA. Nun macht
er dem anderen Amerika Hoffnung und fordert Trump und die Milliardäre heraus. Kann er es schaffen?
Der schwarze Komiker Trevor Noah ist begeistert. „Er hat sich gar nicht verändert“, ruft er ein ums andere Mal, während er in seiner Show historische Videos zeigt. Sie stammen aus der Zeit, als Bernie Sanders Bürgermeister von Burlington, Vermont war. Eine Wahl, die Sanders im Jahr 1981 nur hauchdünn für sich entschied. Der junge Noah genoss es geradezu, wie der damals junge (mittelalte) Sanders besessen von seiner Idee des Dialogs mit Bürgerinnen und Bürgern auch vor Kindern nicht haltmacht und ihnen wie Erwachsenen seine politischen Ziele erklärt.
Graswurzelpolitik nennt man das, wenn man die Kleinsten und Ärmsten, die Unbedeutenden und die Randfiguren so ernst nimmt, als wären sie reich und wichtig. Graswurzeln sind eine amerikanische Tradition aus Pionierzeiten, das Bild trägt den Mythos vom Salz der Erde weiter, der Massen, die den Reichtum der großen Städte schufen und die weiten Prärien bevölkerten, besungen von Poeten wie Walt Whitman und Woody Guthrie, und im digitalen Zeitalter nun wiederbelebt von einem politischen Außenseiter aus Brooklyn.
Als junger linker parteiloser Außenseiter setzte sich Bernie Sanders in Graswurzel-Manier mit den Bürgerinnen und Bürgern auseinander und gewann dadurch Popularität. Die Unbedingtheit seines Einsatzes zeigte er, als er 1962 in Chicago, wo er Psychologie und Politikwissenschaft studierte, verhaftet und in Handschellen abtransportiert wurde. Er protestierte gegen Rassendiskriminierung von Mitstudenten. Das war die Zeit der vom 1968 ermordeten Pastor Martin Luther King angeführten amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der junge Sanders mittendrin, 1983 nahm er auch am berühmten Marsch auf Washington teil.
Teach-ins, Sit-ins, endlose Debatten: Darin war und ist Sanders stark. Besucher von Vermont erzählten noch vor kurzem staunend, dass ihnen auf dem Mittelstreifen einer Straße in Burlington bei Schlechtwetter ein flugzettelverteilender Alter im Parka begegnet sei. Als sie den Zettel nahmen, merkten sie, es war Senator Sanders. He hasn’t changed a bit! Demokratie ist kein Zuschauersport, erklärte Sanders einer tausendköpfigen begeisterten Zuhörerschaft in Berlin 2017. Der begabte High-School-Leichtathlet Sanders (Mittelstreckler) weiß da Bescheid.
Seinen Brooklyn-Akzent hat er ebenfalls bis heute behalten. New Yohk – jeder Amerikaner erkennt den Tonfall; Sanders wuchs in einer Familie der unteren Mittelklasse auf. Sein Vater war 1921 aus Polen eingewandert. Der Rest seiner verbliebenen Familie wurden von den Nazis ermordet, was er aber nicht groß ausstellt. 1964 lebte er auch ein halbes Jahr in einem Kibbuz in Israel; dort lernte er die Möglichkeit gemeinschaftlichen Besitzes kennen, eine Mitinspiration für seine Art des Sozialismus. Nach Vermont verschlug es ihn dann wie viele der Post-Hippie-Generation, weil der kleine, landschaftlich schöne Staat idealtypisches Landleben versprach. Sanders kaufte mit einer kleinen Erbschaft dort ein Haus.
Man nennt ihn einen Ideologen, aber als Bürgermeister machte Sanders Burlington mit pragmatischer Politik zu einer sozialen und umweltfreundlichen Stadt. In seinem Buch schildert er, wie er vorging. Er öffnete Parks für Konzerte, schuf Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche und legte Wert auf eine sparsame („tightfisted“) Verwaltung, die gleichzeitig neue Geldquellen erschloss. Die Versicherungsverträge der Stadt unterwarf er einem Bieterwettbewerb, „a radical socialist concept“ nennt er das augenzwinkernd im Rückblick. Er wurde dreimal wiedergewählt und von der New York Times als einer der 20 besten Bürgermeister der USA gepriesen. Dass Burlington eine Musterstadt ist, umweltfreundlich, lebenswert, mit geringer Arbeitslosigkeit und starker Wirtschaft, schreibt man heute allgemein Sanders zu.
Um seine Reformen durchzuziehen, musste er Allianzen mit der Bevölkerung schmieden: Graswurzel-Politik und Kampf gegen das Parteiestablishment von Republikanern und Demokraten war angesagt (er selbst hatte eine unabhängige Linkspartei mitgegründet). 2017 erinnerte er sich in Berlin vor 1000 Studierenden: „In meiner Bürgermeisterkampagne haben wir junge Umweltschützer mit der Polizeigewerkschaft von Burlington zusammengebracht. Die Anliegen der Polizisten waren, dass man sie mit Respekt behandelt, dass sie eine angemessene Bezahlung und anständige Arbeitsbedingungen brauchen. Wir haben die lokalen Gewerkschaften mit jungen Leuten zusammengebracht.“ Sanders befürchtete zwar ein Chaos, lernte aber: „Man kann Koalitionen schmieden und Menschen zusammenbringen, selbst wenn sie nicht zu 100 Prozent übereinstimmen. So ähnlich haben wir es auch bei der Präsidentschaftskampagne gemacht.“
1990 gewann Sanders im zweiten Anlauf die Wahl um einen Sitz im Kongress und vertritt Vermont seit damals in Washington. Er wurde sechsmal in den Kongress wiedergewählt und war der längstdienende unabhängige Kongressabgeordnete der Geschichte der Vereinigten Staaten (1990–2006) und wohl auch einer der längstdienenden unabhängigen Senatoren (2006 bis heute).
Vermont war ein konservativer republikanischer Staat, als Bernie Bürgermeister der Hauptstadt wurde. Senator Sanders erhielt dort zuletzt 71 Prozent der Stimmen. Als Sozialist! Aber Sanders ist pragmatischer, als man ihn gern hinstellt. Er tritt gegen automatische Waffen ein, ist jedoch für die Zulassung von Jagdgewehren. Die National Rifle Association unterstützte ihn bei seiner ersten erfolgreichen Wahl zum Kongress. Er stellte sich hinter Vermonts Milchfarmer und organisierte Busreisen für Frauen ins benachbarte Kanada, wo Krebsmedikamente nur ein Zehntel des US-Preises kosten. Als Kriegsgegner – einer der wenigen Abgeordneten, die gegen den Irakkrieg stimmten – fühlt er sich verpflichtet, Kriegsveteranen zu unterstützen. Dabei fand er parteiübergreifend mit dem Republikaner John McCain zusammen.
Außenseiter ist seine Selbstkennzeichnung. Er verwendete sie als Titel seiner politischen Autobiografie „Outsider in the House“, erschienen 1997 und 2015 praktischerweise in „Outsider in the White House“ umbenannt. Als er 2015/16 das erste Mal bei den demokratischen Vorwahlen für die Präsidentschaft antrat, waren seine Chancen nicht besonders gut. Hillary Clinton war die hohe Favoritin, bei den Wählern wie beim Parteiestablishment, das mit seinen Superdelegates ein Drittel der Stimmen bei der Nominierung zur Verfügung hat und gerade in einem großen Bewerberfeld entscheidend mitreden kann. Sanders sagte 2016, es gehe ihm nicht um das Amt, es gehe ihm darum, die politische Agenda nach links zu bewegen. Tatsächlich musste Clinton Zugeständnisse in Richtung Regulierung des Finanzmarktes machen.
Diesmal ist alles anders. Sanders, bereits 78 Jahre alt und vor kurzem von einem Herzinfarkt betroffen, den er allerdings in kürzester Zeit wegsteckte (er bekam einen Stent gesetzt, weigert sich aber, seine Diagnose zu veröffentlichen), ist nach vorsichtigem Beginn erstmals in der Favoritenrolle für die demokratische Präsidentschaft. Es sind erst drei Vorwahlen geschlagen, in den relativ kleinen Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und Nevada, aber aus allen anderen Staaten liegen Umfragedaten vor, und in den meisten führt Sanders.
Noch vor wenigen Wochen war Obamas Vizepräsident Joe Biden Favorit gewesen, doch die Rollen kehrten sich dramatisch um. Mai 2019: Biden liegt über 41 Prozent, Sanders bei 14 Prozent. Am 12. Dezember 2019 führte Biden im Schnitt aller Umfragen noch mit 28,5 Prozent vor Sanders mit 17,8 Prozent, aber in den Medien war schon von einem „Sanders Surge“ die Rede, von einem Sanders-Aufstieg. Am 23. Februar 2020 hatte sich das Ganze umgedreht. Sanders führte nun mit 29,3 Prozent vor Biden mit 17,2 Prozent. Dahinter ist ein neuer Name aufgetaucht: Michael Bloomberg, der achtreichste Mann der USA, mit einem Vermögen von 68,5 Milliarden Dollar. Er steht mit 15,3 Prozent auf Platz drei, ohne bei einer der drei Vorwahlen angetreten zu sein.
Der südwestliche Staat Nevada mit seiner gemischten Bevölkerung zeigt, dass Sanders bei jeder Bevölkerungsgruppe ankommt, bei den Jungen, den Hispanics, den Schwarzen, Asiaten, der LGBT-Community. Nur nicht bei den über 65-Jährigen. Der Umfrage-Wizard Nate Silver hält es nun für möglich, dass Sanders die Zahl der notwendigen Delegierten doch durch Direktwahl schafft. Das demokratische Vorwahlsystem sieht vor, dass 3979 Delegierte in 57 Vorwahlen direkt gewählt werden. Dazu kommen 771 Superdelegierte, Parteigranden, würde man bei uns sagen, die den Ausschlag geben können.
Bisher hielt Silvers Vorhersagemodell es für am wahrscheinlichsten, dass kein demokratischer Kandidat die Mehrheit von 1991 gewählten Delegierten schafft. Das würde zu einem umkämpften Parteitag mit ungewissem Ausgang führen, der das Ergebnis von demokratischen Vorwahlen auf den Kopf stellen könnte. Nach Nevada ist es Silver zufolge zumindest wahrscheinlicher, dass Sanders gewinnt, als dass niemand eine Mehrheit erreicht. Er sagt ihm derzeit 1796 Delegierte oder eine Gewinnchance von 45,9 Prozent voraus.
Auch die Vorhersagen für den Super Tuesday am 3. März, der stets als Tag der Vorentscheidung gilt, weil dann bevölkerungsreiche Staaten wie Kalifornien und Texas wählen, sehen überaus gut aus für Sanders (außerdem wählen Alabama, Arkansas, Colorado, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Utah, Vermont und Virginia). Laut einer Pew-Untersuchung aus 2018 setzt sich die Wählerschaft der Demokraten so zusammen: 59 Prozent Weiße, 19 Prozent Schwarze, zwölf Prozent Hispanics, der Rest verteilt sich auf asiatische und andere Gruppen. Die Vorbehalte, Hispanics oder Schwarze würden nicht Sanders wählen, dürften sich in Anbetracht der schwachen Auftritten von Joe Biden als haltlos erweisen.
Wer oder was also könnte Bernie Sanders als Herausforderer von Donald Trump verhindern? Der Milliardär Michael Bloomberg, der kein Spendengeld braucht, weil er seinen Wahlkampf aus eigener Tasche bezahlt? Bisher hat er über 400 Millionen Dollar aufgewendet; Sanders, der nach Bloomberg bestausgestattete Kandidat gab „nur“ 122 Millionen aus; 140 Millionen Spenden erhielt er insgesamt, alle von Kleinspendern (der nächste Demokrat in der Liste, Joe Biden, gab 60 Millionen aus, zwei Drittel kamen von Großspendern). Ob Bloombergs Geld aber ausreicht, genügend Stimmen zu kaufen, darf man bezweifeln. Sein schwacher Auftritt in der ersten demokratischen Debatte hat zu einem Knick in den Umfragen geführt. Seine Social-Media-Strategie, Menschen mit Monatsgehältern anzuheuern, um Bloomberg-Propaganda zu posten, geht zum Teil nach hinten los. Twitter sperrte soeben 70 Accounts solcher bezahlter Bloomberg-Poster.
Kann das Wort Sozialismus Sanders schaden? Es scheint nicht mehr so viele zu schrecken wie 2016. Inzwischen weiß man, dass Sanders kein Kommunist ist, sondern ein klassischer Mann des New Deal, der in die Fußstapfen Franklin Delano Roosevelts treten will. Die stetige Rede, nein, das Gedröhn Sanders von den „millionaires and billionaires“, denen dieses Land nicht gehören darf, wird nicht als unamerikanisch, sondern als realistisch-folkloristisch empfunden. Die Milliardärspolitik ist ja mit Händen zu greifen: Donald Trump, Michael Bloomberg, Tom Steyer sind Milliardäre. Der Rest des politischen Feldes lässt sich zum Teil von Milliardären oder Superspendern finanzieren. Nur Sanders nicht. Auch das gehört zu seinem Graswurzel-Appeal. Dass er mittlerweile aufgrund seines langjährigen Senatorengehalts (174.000 Dollar im Jahr) und eines Buchvertrags selbst Millionär ist – sein Vermögen wird auf zwei Millionen Dollar taxiert (zum Vergleich: Donald Trump gibt 3,2 Milliarden an) –stört seine Wählerschaft nicht.
Kann Sanders an den Swingstates scheitern? Hillary Clinton verlor auch, weil ihre Kampagne trotz Obamas Erfahrungen zu wenig auf die Möglichkeiten der Social Media achtete, sodass ein gewisser Donald Trump sie mit raffinierter Propaganda in drei „Swingstates“ (in ihren Mehrheiten wechselnden Staaten) überraschen konnte. Trump gewann deswegen bei den Wahlmännern, obwohl er die Wahl nach Stimmen um mehr als drei Millionen verlor. Sanders würde, Umfragen zufolge, in den Swingstates Michigan (47:43 Prozent), Pennsylvania (46:45 Prozent) und Wisconsin (45:43 Prozent) Trump schlagen, anders als alle anderen demokratischen Kandidaten.
Viele weitere Hindernisse liegen auf Sanders’ Weg. Da sind die klassischen Medien, die ihn nicht immer fair behandeln, kleinreden (geht nun schwer) oder dämonisieren. Die Washington Post und die New York Times mögen Sanders nicht, um es vornehm auszudrücken, auch liberale TV-Sender wie MSNBC geben hysterischen Sanders-Gegnern Raum. In der angesehenen Columbia Journalism Review fasst der Journalist Jon Allsop eine lange Liste von Medienverfehlungen gegen Sanders zusammen und erklärt sie damit, dass klassische Medien mit progressiven, dissidenten, linken Politerzählungen nicht umgehen können. „Fragen wir andere Politiker jedes Mal, wie sie Kapitalismus rechtfertigen, wenn wir sie interviewen?“, fragt er und konstatiert „Fantasielosigkeit“ im Umgang mit Sanders.
Ja, Sanders beging altlinke Sünden, von der Hochzeitsreise nach Moskau bis zu Sympathien für Leute wie Fidel Castro oder den frühen Hugo Chavez (den nannte er später einen Diktator). Aber im Wesentlichen ist Sanders der Anti-Establishment-Mann der ersten Stunde geblieben. Das S-Word Sozialismus schreckt nur das Establishment, nicht mehr seine Wählerschaft. „I’ve got news for the Republican establishment. I’ve got news for the Democratic establishment. They can’t stop us“, twitterte Sanders vor der Wahl in Nevada, als bekannt wurde, Russland versuche, hinter den Kulissen für ihn zu agieren. Eine Nachricht, die Kritiker und Sanders-Unterstützer wie der Journalist Glenn Greenwald Donald Trump zuschreiben, der Nachrichtendienste für seine Zwecke instrumentalisiere.
Seine Internet-Armee, die sogenannten Bernie-Bros, wird Sanders übel angerechnet. Es sind aber Trolle, wie sie längst auch gegen Sanders in Gang gesetzt werden, das übliche Internet-Gift, das auch Sanders nicht stoppen kann, obwohl er zu beschwichtigen versucht. Unter seinen Unterstützern finden sich wenige Senatoren. Dafür junge Kongressabgeordnete wie Alexandria Ocasio-Cortez oder Ilhan Omar, ehemalige Clinton-Leute wie der bekehrte Marktradikale Jeffrey Sachs und Ex-Arbeitsminister Robert Reich, der Linguist Noam Chomsky, der Philosoph Cornel West oder die Rechtsprofessorin Zephyr Teachout. Am längsten ist die Liste der Schauspielerinnen, von Susan Sarandon bis Danny Glover und jene der Musiker, von Neil Young bis Miley Cyrus.
Kein Mensch hielt übrigens 2015 Donald Trump für wählbar. Mit der gebotenen Vorsicht wird man also Umfragen betrachten, die alle sagen, Sanders würde Trump leichter schlagen als seine demokratische Konkurrenz. Was jetzt schon feststeht: Der Graswurzel-Populist Sanders belebt die demokratische Frage, ob jedem Menschen eine Stimme zustehe oder ob demokratische Wahlen den Superreichen vorbehalten blieben. Würde ist das, was keinen Preis hat, sagt der Philosoph Immanuel Kant. Dafür steht der eigensinnige Bernie Sanders. Ein sturer alter Linker, aber zugleich der Inbegriff eines anderen, besseren Amerika.
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