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""""Zagreb, Exit South"" is a deep, melancholy book about the resignation of the 40 year old, about people who have given up on life, who can only exist on the street or in bars because they fear and dread going home to their high-rise caverns in New Zagreb where the rules of an allegedly organized world reign. But Popovic's characters have no patience with the lies of this world. They have no patience because they have neither homes nor a homeland: they have lost all their illusions. Popovic is simply the epitome of the urban writer. . . . The best narrator of his generation has achieved literary maturity and that is great news.'-Slobodan Novak ""Zagreb, Exit South"" masterfully illuminates the lives of diverse, colorful characters adrift in postwar Croatia. Through bleary, middle-aged eyes, stymied writer Baba takes readers on an amusing, thought-provoking ride as he circles the streets of Zagreb bemoaning the dying out of domestic beer, Kancheli's ridiculous musical lighter, and the fear of going home. His wife Vera, facing wrinkles and an alcoholic spouse, discovers that e-mail is cheaper than therapy as she reshapes her life. Reflective insight, biting humor, and life-changing experiences combine to revive hope in the shadows of Zagreb's city buildings.

Edgar Schütz in FALTER 27/2007 vom 04.07.2007 (S. 64)
Die Wende im Osten lässt sich auch so beschreiben: "Es stellte sich heraus, dass diese legendäre Demokratie, von der man so viel erzählt hatte, im Grunde nichts anderes ist als ein Arschtritt für das einheimische Bier." Angesichts der vielen Gösser-, Amstel- oder Heineken-Schirme in Zagreb ist die Verzweiflung von Baba, einem meist angesäuselten Journalisten in der Midlife-Crisis, fast zu verstehen. Im Falle Exjugoslawiens haben aber Baba und Menschen seiner Generation – etwa Gattin Vera, der Buchhändler Robi oder der ehemalige Rechtsanwalt und Gelegenheitsarbeiter Kanceli – neben der Kälte des Kapitalismus auch einen Bürgerkrieg zu verkraften.
Ist also der Krieg schuld daran, dass sich diese Lost Generation aus einer Plattenbauvorstadt Zagrebs in der eigenen Misere suhlt? Immerhin hat er ihnen ihre vermeintlich besten Jahre genommen. Oder ist es doch mehr ein Problem des Nicht-älterwerden-Wollens? Schließlich trauern sie vor allem der unbekümmerten Jugend mit Partys, Rockmusik, Alkohol, leichten Drogen und Sex nach. Damit schlägt Edo Popoviç, der Chef-Undergroundler der kroatischen Literaturszene, wie ihn die taz nannte, doch einen politischen Ton an. All dies – samt Stippvisiten nach London – war der Jugend im verdämmernden Tito-Reich nämlich möglich gewesen. Von damals stammt auch die Band Bijelo Dugme. Ihr Leader: Goran Bregoviç, eine Art musikalisches Pendant zum Literatur-Undergroundler Popoviç.

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