Amerigo Historischer Roman

Die Entdeckung der Neuen Welt und die Geschichte eines historischen Irrtums
72 Seiten, Taschenbuch
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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Allgemein Abenteurer und Entdecker
ISBN 9782322855179
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 11.07.2026
Größe 21 x 14.8 cm
Verlag BoD – Books on Demand – Frankreich
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HerstellerangabenAnzeigen
Books on Demand GmbH
Überseering 33 | DE-22297 Hamburg
bod@bod.fr
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Kurzbeschreibung des Verlags

Stefan Zweigs historischer Roman "Amerigo" untersucht einen der beruehmtesten Namensgebungsfehler der Weltgeschichte: Warum traegt der Doppelkontinent den Namen des Florentiners Amerigo Vespucci und nicht den von Christoph Kolumbus? Kolumbus erreichte 1492 zwar die Neue Welt, starb aber in dem irrigen Glauben, Indien gefunden zu haben. Vespucci ueberquerte wenige Jahre spaeter den Ozean und erkannte als Erster die wahre Natur dieser Landmassen. In seinem in ganz Europa zirkulierenden Brief "Mundus Novus" postulierte er, dass es sich um einen voellig neuen Kontinent handeln muesse. Zweig fuehrt diese Namensgebung nicht auf Vespuccis Eitelkeit zurueck, sondern auf ein Zusammenspiel von Zufaellen und die Macht des Buchdrucks. Im Klima des Geheimnisses zwischen den iberischen Maechten (Vertrag von Tordesillas) florieren Reiseberichte. Vespuccis Beobachtungen zur suedamerikanischen Flora, Fauna und Bevoelkerung faszinieren das europaeische Publikum weit mehr als Kolumbus' nautische Aufzeichnungen. Der eigentliche Akteur dieses Irrtums ist der Kartograf Martin Waldseemueller. Der Humanist liest Vespuccis Texte, ist von deren wissenschaftlicher Logik restlos ueberzeugt und nutzt 1507 die neue Druckkunst Gutenbergs, um seine "Universalis Cosmographia" zu publizieren. Dort tauft er den Kontinent "America" - in dem falschen Glauben, Vespucci sei der alleinige Entdecker. Das gedruckte Wort siegt ueber die historische Realitaet. Ohne diese massenhafte Verbreitung haette sich der Name nie durchgesetzt. Mehr als eine Biografie, rehabilitiert Zweig Vespucci als bescheidenen, intellektuell neugierigen Mann, der unverschuldet in ein historisches Missverstaendnis geriet. 1942 im brasilianischen Exil geschrieben, reiht sich das Werk nahtlos in Zweigs historische Portraets wie "Magellan" ein. Mit praeziser Recherche und klarer Sprache zeichnet es ein faszinierendes Panorama der Renaissance, das Diplomatie, Wirtschaft und Geografie verknuepft. Fuer Leser, die sich fuer Weltgeschichte, Seefahrt und Medientheorie interessieren, erklaert dieser Roman brillant, wie aus einem kartografischen Fehler eine weltweite Realitaet wurde - und warnt zugleich vor der unkontrollierbaren Eigendynamik von Informationen.

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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Allgemein Abenteurer und Entdecker
ISBN 9782322855179
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 11.07.2026
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Verlag BoD – Books on Demand – Frankreich
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Über den Autor

Stefan Zweig, geboren am 28. November 1881 in Wien, war österreichischer Schriftsteller von Prosa, Novellen und historischen Erzählungen. Zweig studierte Germanistik und Romanistik in Wien und veröffentlichte 1901 seinen ersten Gedichtband "Silberne Saiten". Anschließend publizierte er literarische und literaturkritische Arbeiten in Zeitungen und Zeitschriften sowie in Buchform und war als Übersetzer tätig. Die Tragödie "Jeremias" wurde 1918 im Züricher Schauspielhaus uraufgeführt. Es folgten etliche Biografien, etwa "Drei Meister. Balzac – Dickens – Dostojewski", "Der Kampf mit dem Dämon. Hölderlin – Kleist – Nietzsche" oder "Drei Dichter ihres Lebens. Casanova – Stendhal – Tolstoi". Große internationale Erfolge feierte auch das 1927 erschienene Buch "Sternstunden der Menschheit" sowie die Erzählungen und Novellen "Erstes Erlebnis", "Amok", "Angst", "Verwirrung der Gefühle" und "Schachnovelle". Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte Zweig zunächst nach London, später in die USA und letztendlich nach Brasilien, wo er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.

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