Woher ich kam, wohin ich ging

Gedichte
228 Seiten, Hardcover
€ 31,80
-
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Erscheint am 12.10.2026

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Reihe unbegrenzt haltbar
Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch
ISBN 9783038501084
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 12.10.2026
Größe 21.5 x 14 cm
Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher AG
Herausgegeben von Thomas Dütsch
LieferzeitErscheint am 12.10.2026
HerstellerangabenAnzeigen
GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung Göttingen GmbH & Co. KG
Postfach 2021 | DE-37010 Göttingen
kundenservice@mvb-online.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Als im Herbst 1930 im altehrwürdigen Zürcher Verlag Orell Füssli ein schmaler Gedichtband mit dem Titel «Lächeln auf dem Asphalt» erschien, war das Erstaunen vielerorts groß; hier hatte jemand keine Scheu, als Asphalt-Literat abgetan zu werden, sondern nahm das Stichwort gleich in den Buchtitel auf – nicht plakativ, sondern versonnen lächelnd. Seine Verse ließen den Themenkreis der Naturlyrik, der die Schweizer Dichtung bisher dominiert hatte, leichthin beiseite und sprachen auf einfache Art vom urbanen Alltagsleben, unprätentiös, ja spröde im Ton, zart in der Empfindung. Und der Band war eingefasst von einem Um schlag, der das kippende Luftbild einer Stadt mit der Silhouette eines jungen Mannes montierte. Der Graphiker, der das gestaltet hatte, hieß Max Bill. Dies war die Art, wie Albert Ehrismann mit 22 Jahren debütierte, und er erzielte einen Überraschungserfolg damit; eine zweite Auflage wurde gedruckt und der Zürcher Stadtrat sah sich veranlasst, einen Literaturfonds ins Leben zu rufen, um dem Dichter einen dreimonatigen Aufenthalt in Berlin zu ermöglichen. Wer glaubte, den Autor damit vereinnahmt zu haben, irrte jedoch. Als Ehrismann 1932 seiner militärischen Dienstpflicht nachkommen sollte, weigerte er sich und verwies auf seinen Pazifismus. Die Strafe folgte auf dem Fuß: acht Wochen Gefängnis, Ehrverlust, Auferlegung der Gerichtskosten. Hinter Gittern schrieb Ehrismann seinen zweiten Gedichtband: «Schiffern und Kapitänen». 1932 erschien er bei Oprecht mit Originalgraphiken von Eugen Früh und typographischer Gestaltung von Max Bill, bis heute eine der schönsten Lyrik publikation der Schweiz. Ab diesem Markstein war klar: Ehrismann war der Erneuerer der Schweizer Lyrik auf ihrem Weg in die Moderne. Sein nächster Band folgte erst 1939: «Sterne von unten». Im gleichen Jahr entfesselte Hitler den 2. Weltkrieg. Das veränderte die Gewissenslage: Ehrismann wurde Soldat, leistete Aktivdienst und erlitt bei einer Übung eine schwere Verletzung. In seinem Schaffen zeigte er sich davon jedoch unberührt und entfaltete weiter seinen Stil: poetisch und humanistisch, engagiert und introvertiert, spielerisch und melacholisch. Aus diesem Werk hat Thomas Dütsch eine Auswahl getroffen, die etwas Besonderes wieder zugänglich macht.

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ISBN 9783038501084
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 12.10.2026
Größe 21.5 x 14 cm
Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher AG
Herausgegeben von Thomas Dütsch
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