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| Themen | Kinder, Jugendliche und Bildung Romane, Erzählungen, Tatsachenberichte |
|---|---|
| ISBN | 9783038802549 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.09.2026 |
| Größe | 21 x 13.5 cm |
| Verlag | Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG |
| Empf. Lesealter | ab 14 Jahre |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Arctis Verlag Dorotheenstr. 64 | DE-22301 Hamburg gpsr@w1-verlage.de |
Über das Überleben im Leben und das, was wirklich bleibt
Ein Krieg bricht aus und die Eltern der sechzehnjährigen Juni wollen, dass ihre Tochter aufs Land flüchtet. Sie nimmt ihren Freund November mit, obwohl dessen Eltern strikt dagegen sind. Der Krieg ist wie ein Monster am Horizont, das seine Tentakel jedoch so weit ausstreckt, dass die beiden zum Ende des Sommers keinen anderen Ausweg sehen, als in den Wald zu flüchten. Dort hausen sie unter freiem Himmel in einem selbst errichteten Lager und begegnen einem verloren gegangenen Mädchen, das sie zu sich aufnehmen und – weil es nicht spricht – Mai nennen. Kurz darauf läuft ihnen ein Hund zu: Oktober. Für Juni, November, Mai und Oktober ist es nun ein Leben im Überleben. Doch dann werden sie entdeckt und müssen sich voneinander trennen …
Ein bewegendes Plädoyer für die Menschlichkeit und Antikriegsroman, eindrücklich geschrieben von der preisgekrönten Autorin Agi Ofner
»In meisterhafter Balance erzählt Agi Ofner so unverkitscht von Hilfe, von Mut und dem Willen nach Unbeschwertheit, dass wir mit diesem Buch die Hoffnung in die Menschlichkeit nicht verlieren« Kirsten Fuchs, Autorin von ›Mädchenmeute‹
»Die Sprache von Agi Ofner ist so unmittelbar und direkt – die kann das Herz gar nicht verfehlen.«
Sarah Jäger, Autorin von ›Und die Welt, sie fliegt hoch‹
| Themen | Kinder, Jugendliche und Bildung Romane, Erzählungen, Tatsachenberichte |
|---|---|
| ISBN | 9783038802549 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.09.2026 |
| Größe | 21 x 13.5 cm |
| Verlag | Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG |
| Empf. Lesealter | ab 14 Jahre |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Arctis Verlag Dorotheenstr. 64 | DE-22301 Hamburg gpsr@w1-verlage.de |
Kirstin Breitenfellner in FALTER 41/2026 vom 07.10.2026 (S. 27)
Der Titel des dritten Jugendromans von Agi Ofner klingt eher nach einem Klimaroman. „Der Dreck, der unsere Zukunft ist“ macht allerdings den Krieg zum Thema. Als das erste von vielen Motti ist ihm der Satz „Für alle, die sich für den Frieden einsetzen“ vorangestellt. „Vielleicht fragst du dich irgendwann, wieso meine Generation nicht mehr getan hat, um gewisse Dinge zu verhindern“, lautet ein anderer.
Dabei können zwei Jugendliche wie die Icherzählerin Juni und ihr Freund November den Krieg gar nicht aufhalten. Aber sie können sich entscheiden, nicht mitzumachen. Genau deswegen lassen sie sich von Junis Eltern, die auch gegen den Krieg in einem nicht näher definierten Staat sind, aufs Land verschicken. Denn bald wird November 18. Die Gefahr, eingezogen zu werden, steigt.
Ein Krieg ändert alles. „Die wildesten Dinge sind plötzlich normal.“ Ofner hat sich nach ihrem fulminanten Roman „Problemwölfe“, der danach fragt, inwiefern sich in einer pluralistischen Gesellschaft Meinungen gleichberechtigt gegenüberstehen, viel vorgenommen. Eigentlich erzählt sie jetzt vom Gegenteil: Mit dem Krieg schwindet die Kompromissfähigkeit. Es gibt nur noch Freund und Feind. Auch innerhalb von Familien. Novembers ganze Familie ist für den Krieg.
Aber der Roman gelingt. Nicht nur dank des Galgenhumors, mit dem die Autorin ihre Heldin ausstattet, sondern auch durch ihre Fähigkeit, ambivalente Gefühle sowie die Wut zu beschreiben, die junge Menschen in einer solchen Situation überkommt. „Mein Leben ist verwirkt“, sagt Juni. Aufzugeben kommt für sie aber trotzdem nicht infrage.
Nach Novembers Geburtstag ziehen die beiden aus dem Bauernhaus der unfreundlichen älteren Dame, die sie gegen Geld aufgenommen hat, in den Wald. Es wird Herbst, und der Satz, mit dem sie sich gegenseitig Mut machen, klingt langsam schal: „Hey. Die Welt ist scheiße und schön zugleich und wir kriegen das hin.“
Ofner widersteht der Versuchung, ein Mutmachbuch vorzulegen. Die Realität ist härter als gedacht. Die zarte Juni flucht jetzt oft. In der zweiten Hälfte des Buchs geht es immer weniger um den Krieg, der, obschon er näher rückt, abstrakt bleibt, und immer mehr um das Überleben in der Natur. Und um Fragen wie: „Warum bekommen wir Menschen es nicht besser hin, Juni? Warum tun wir einander so viel Leid an?“
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