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| ISBN | 9783100629517 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 25.10.2012 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | S. FISCHER |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen S. Fischer Verlag GmbH Hedderichstraße 114 | DE-60596 Frankfurt am Main produktsicherheit@fischerverlage.de |
Atlas eines ängstlichen Mannes
: Eine atemberaubende literarische Reise um die Welt
In siebzig fesselnden Episoden entführt Christoph Ransmayr den Leser auf eine einzigartige Reise durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften. Von den Vulkanen Javas über das hocharktische Packeis, entlang der Stromschnellen von Mekong und Donau bis zu den Gipfeln des Himalaya und den Inseln der Südsee - der
Atlas eines ängstlichen Mannes
ist ein Weltbuch, das in beeindruckenden Bildern Leben und Sterben, Glück und Schicksal der Menschen kartographiert.
Wie ein Reisebericht verwebt Ransmayr Erzählungen und Orte zu einem faszinierenden Ganzen. Sein anspruchsvoller Stil und die poetische Sprache machen dieses Werk zu einem literarischen Meisterwerk. Ein Buch für alle, die das Fernweh packt und in Gedanken auf Weltreise gehen möchten.
| ISBN | 9783100629517 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 25.10.2012 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | S. FISCHER |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen S. Fischer Verlag GmbH Hedderichstraße 114 | DE-60596 Frankfurt am Main produktsicherheit@fischerverlage.de |

Sebastian Fasthuber in FALTER 43/2012 vom 24.10.2012 (S. 34)
Dass es immer der Roman sein muss, stellt eine unnötige Beschneidung der Möglichkeiten erzählender Literatur dar, da hat Christoph Ransmayr schon recht. Lange unschlüssig, was er aus seinen vielen Romanideen machen sollte, von denen er bei seinem Schreibtempo nur die wenigsten realisieren würde können, hat er einen "Atlas" geschrieben, ein kartografisches Erzählwerk mit 70 Geschichten, die er auf Reisen in den letzten gut 30 Jahren erlebt und beobachtet hat.
Rundherum – auf dem Umschlag – befindet sich Meer, die Texte sind das Land, auf das man sich retten kann. Damit ist schon sehr viel darüber gesagt, für wie wichtig Ransmayr das Erzählen und Weitergeben von Geschichten erachtet.
Zunächst ist man bei der Lektüre geblendet, einmal von der bekannt überbordenden, aber nicht überfrachteten Sprache des Autors, die den Leser reinzieht in die Schauplätze der Geschichten, sowie von ebendiesen, den von Kapitel zu Kapitel ständig wechselnden Orten.
Es beginnt weit draußen im Pazifik, nahe der Osterinsel gut 3200 Kilometer vor der chilenischen Küste, wo der Erzähler auf einem Schiff einen erschreckend dünnen Mann trifft; von dahin hüpft man an einen wenig begangenen Abschnitt der Chinesischen Mauer und begegnet einem Waliser, der seine Bestimmung darin gefunden hat, Vogelstimmen aufzunehmen.
Es geht Ransmayr nicht darum, eitles Kontinente-Hopping zu betreiben. Tendenziell sind es einfach die abgelegenen Orte, die ihn mehr reizen. Das liegt wohl auch daran, dass der Blick hier an einzelnen Menschen haften bleiben kann, wo er im Großstadtgewusel nichts mehr erkennen würde.
Der Fokus des Erzählers ist dabei nicht nur auf bestimmte Orte gerichtet, er setzt immer noch einmal die Lupe drauf und vertieft sich in kleine Details – in Beschreibungen der Menschen, die ihm begegnet, und einzelner Situationen, die ihm passiert sind.
Anfangs bleibt er selbst ein wenig ungreifbar, nach und nach bekommt er aber auch Konturen. Er erinnert sich an seine Ministrantenzeit, den plötzlichen Tod des Vaters und an Nazi-Devotionalien, die eines Tages vom Himmel fallen, als ein Dach davonfliegt.
Alle Geschichten heben gleich an mit "Ich sah
", was in der mündlichen Erzählsituation vermutlich "und dann fällt mir noch ein
" heißen würde und als Kompositionsprinzip überraschend gut funktioniert. Zu viel auf einmal sollte man trotzdem nicht im "Atlas" lesen.
Er ist ein stark verdichtetes "Best of" von Ransmayrs Reiseerlebnissen, in dem man bei hastiger Lektüre vor lauter Eindrücken blind zu werden droht. Ein, zwei Geschichten vorm Einschlafen tun's auch.

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