Der amerikanische Albtraum

Faschismus made in USA | Der Insiderbericht aus Trumps Amerika
352 Seiten, Hardcover
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ISBN 9783103977332
Erscheinungsdatum 11.03.2026
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Verlag S. FISCHER
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S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114 | DE-60596 Frankfurt am Main
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Kurzbeschreibung des Verlags


Der amerikanische Traum ist zum Albtraum verkommen: Demokratische Regeln und Normen werden ausgesetzt oder abgeschafft. In der Regierung sitzen Faschisten, die Opfermythen und Überlegenheitsphantasien verbreiten, Universitäten und Medien angreifen. Von dem Gedanken, dass Machtwechsel dazugehören, haben sie sich verabschiedet, den Gegner zum Feind und sich selbst für überlegen erklärt. Der langjährige USA-Korrespondent Klaus Brinkbäumer ist durch das Land gereist, hat mit MAGA-Leuten, Journalistinnen und Wissenschaftlern gesprochen und muss feststellen: Düsterer sah es nie aus.


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FALTER-Rezension

Wie die USA vom Traum zum Albtraum verkamen

Tessa Szyszkowitz in FALTER 15/2026 vom 08.04.2026 (S. 19)

Donald Trump dominiert bereits den Prolog. Klaus Brinkbäumer hatte den heutigen US-Präsidenten schon 2008 am Ohr, als er noch USA-Korrespondent des Spiegel und Trump ein New Yorker Bauunternehmer war. Das Gespräch war allerdings kurz, er beschied ihm bloß: "Wenn du mehr brauchst, deutscher Reporter, lies meine Bücher, sie sind phantastisch."
Der Autor kennt die USA, er hat in Kalifornien studiert und lebte als US-Korrespondent ab 2007 in New York. Von 2015 bis 2018 war er Chefredakteur des Spiegel. Er gewann zahlreiche Journalistenpreise wie den Egon-Erwin-Kisch-und den Henri-Nannen-Preis. Heute lebt er als freier Autor in den USA. In seinem jüngsten Buch analysiert er, wie der amerikanische Traum in sein Gegenteil kippte: "Der amerikanische Albtraum. Faschismus made in USA."

Brinkbäumer spannt einen weiten Bogen. Von seinen Gesprächen über die Zeitenwende in den transatlantischen Beziehungen mit deutschen Politikern wie Sigmar Gabriel bis zu persönlichen Erlebnissen. Er war zu Tränen gerührt, als Vanessa Redgrave im Theater Joan Didion gab, und er genierte sich als Mann, wenn es bei "Sex and the City" um Oralsex ging. Ein etwas strikteres Redigat hätte diesen Plaudereien aus dem Nähkästchen gutgetan.

Denn der Autor hat viel zu erzählen, was man wissen will. Trump hätte 1964 als 18-jähriger Jüngling nach Vietnam eingezogen werden können. Dazu kam es aber nicht: Er wurde "krankgeschrieben, verwachsene Knochen in beiden Füßen waren angeblich die Ursache". Später konnte Trump nicht mehr sagen, wie es dazu gekommen war. Im Militär war er jedenfalls nicht. Fazit: Seine verbalen Ausfälle gegen Menschen, die ihr Land nicht verteidigen, sind Heuchelei. Am Rande erwähnt Brinkbäumer, dass die frühere Generalstaatsanwältin von Florida 2013 ein Verfahren gegen die Trump-University eröffnen wollte, die keine Lehranstalt, sondern eine betrügerische Geschäftsidee darstellte. Dann erhielt sie einen Scheck über 25.000 Dollar von der Trump-Foundation für ihre Wahlkampagne zur Wiederwahl.

Die Frau hieß Pam Bondi. Sie ist unter Trump 2.0 zur Justizministerin aufgestiegen. Und wurde am 2. April bereits wieder gefeuert, weil sie ihren Präsidenten bei einem Hearing zu den Epstein-Files nicht gut genug verteidigt hat.

Die Zeit rast, manches konnte der Autor vielleicht nicht mehr korrigieren. Ein New Yorker Gesprächspartner sagte ihm: "Nur noch solche Bürgermeister werden die Stadt regieren, die ... Geldverdienen für das Leben an und für sich halten." Die New Yorker aber wählten 2025 prompt Zohran Mamdani zum Bürgermeister. Er steht für das Gegenteil. Mamdanis kometenhafter Aufstieg hat allerdings nicht nur Brinkbäumer überrascht.

Helden Amerikas heißt ein längerer Abschnitt des Buches, in dem Brinkbäumer seine Begegnungen mit VIPs wie George Clooney, aber auch mit denen beschreibt, die die Kehrseite des amerikanischen Traums leben müssen. Esme Green etwa, die aus Jamaika nach New York kam und im Wartesaal eines Krankenhauses starb, weil niemand ihr ein Bett gab.

Auf den Faschismus kommt der Autor erst im letzten Drittel des Buches zu sprechen. Die USA seien ein Land, das in vieler Hinsicht nicht mehr funktioniere. Seine Schlussfolgerung: "Donald Trump ist eine Bedrohung, aber kein Faschist." Denn: "Er hat gefährliche Dinge gesagt. Getan hat er sie bislang nicht."

Brinkbäumer kann nur hoffen, dass die Geschichte ihn nicht einholt.

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