Die Dummheit vor Gericht

Literarische Prozessberichte von Colette, Else Feldmann und Gabriele Tergit
390 Seiten, Hardcover
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Reihe De Gruyter Contemporary Social Sciences
Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturwissenschaft, allgemein
ISBN 9783111625850
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 06.07.2026
Größe 23 x 15.5 cm
Verlag De Gruyter
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HerstellerangabenAnzeigen
De Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13 | DE-10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Im Zentrum der Studie stehen die Prozessberichte von G. Tergit, Colette und E. Feldmann, die in der Zwischenkriegszeit in Berlin, Paris und Wien als Gerichtsreporterinnen tätig waren. Ihre Texte nehmen Momente der Dummheit in den Blick – sei es in Gestalt der Prozessbeteiligten selbst, sei es in Form ihrer kalkulierten Reden. Während die Kriminalanthropologie die angebliche intellektuelle und moralische Unterlegenheit von Frauen untermauerte und ihnen damit den Zugang zu juristischen Ämtern weiterhin versperrte, profilierten sich erste Gerichtsreporterinnen in der Tagespresse. Dort nahmen sie nicht selten – auf strategische Weise – ihre vermeintliche Dummheit oder bêtise  in Anspruch, um die eigene Arbeit auf dem juristischen Feld zu legitimieren. Besonders empfänglich zeigten sich die drei genannten Reporterinnen für Grenzfälle der Zurechenbarkeit, in denen verwirrte Frauen, verhungerte Kinder oder auch Geisteskranke die Gerichte beschäftigten. Die Studie untersucht, wie ihre bisher kaum erforschten feuilletonistischen Berichte, die in der Tradition des literarischen Journalismus stehen, sich der Dummheitsemantik bedienen, um die Routinen des Justizsystems und die diskursiven Blockaden der forensischen Psychiatrie zu unterlaufen.

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Reihe De Gruyter Contemporary Social Sciences
Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturwissenschaft, allgemein
ISBN 9783111625850
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