Die siebenfach Enthauptete

Eine Geschichte der Todesstrafe in der römischen Antike
318 Seiten, Hardcover
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Reihe Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity
Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturwissenschaft, allgemein Antike, Klassik, Mittelalter
ISBN 9783161643002
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.04.2025
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
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HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die Römer sind nicht gerade für ihre Nachsicht gegenüber Straftätern bekannt geworden. Vor allem während der Spätantike (4.-6. Jh. n. Chr.) sollen sie besonders brutal und entschlossen gegen diejenigen vorgegangen sein, die auf der falschen Seite des Gesetzes standen. Doch trifft das wirklich zu? Trotz dieses schlechten Leumunds verschwindet im 4./5. Jh. n. Chr. eine Reihe grausamer Hinrichtungsformen wie die Arenastrafen oder die Kreuzigung aus dem Strafarsenal, als milder empfundene Strafen wie Verstümmelungen und im äußersten Fall Enthauptungen gewinnen sogar an Bedeutung. Staatliche Zwangsmittel werden nun insbesondere von christlichen Autoritäten hinterfragt und bisweilen von der Bevölkerung vereitelt - Zweifel an der berüchtigten spätantiken Staatsräson kommen auf. Mit diesem Buch will Paul von Otting ebenso die Forschungsauffassung eines spätantiken Gewaltregimes einer kritischen Revision unterziehen wie überhaupt einen ersten monographischen Beitrag zum Thema vorlegen, das trotz seines enormen Potenzials für die Kultur- und Sozialgeschichte bis heute keine eingehende Würdigung erfahren hat. Mit der Spätantike wird dabei eine besonders turbulente Phase in der Geschichte des Römischen Reiches ins Auge gefasst: Im Spannungsfeld von Zentralismus und Regionalismus, von Ost und West, durch die Einflussnahme des Christentums und infolge einer gesteigerten sozialen Mobilität haben sich die praktischen und ideologischen Bedingungen staatlicher Gewalt neu entfaltet. Formen, Funktionen und Auswirkungen dieser Gewalthandlungen sowie ihre kulturelle Wahrnehmung zwischen dem 3. und 6. Jh. n. Chr. sollen durch eine umfassende Analyse der juristischen und bislang vernachlässigten literarischen Quellen untersucht werden. Mit diesem weitgespannten Ansatz möchte von Otting den Platz der Todesstrafe in der im Wandel begriffenen Gesellschaft und Kultur der spätantiken Welt bestimmen und so einen Beitrag zum Verständnis vormoderner Strafjustiz leisten.

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Reihe Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity
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ISBN 9783161643002
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