Cur Deus homo und die vom Ordnungsdenken geprägte Theologie Anselms

536 Seiten, Hardcover
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Reihe Beiträge zur historischen Theologie
Themen Philosophie und Religion Religion und Glaube Religion, allgemein Geschichte der Religion
ISBN 9783162000477
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 10.02.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
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HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die Schrift Cur Deus homo gilt als eines der bedeutendsten Werke Anselms, zugleich aber als eines der am meisten missverstandenen. In der modernen Theologie wird sie häufig dafür kritisiert, göttliches Handeln menschlichen Kategorien der Satisfaktion zu unterwerfen und damit Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu relativieren. Jonathan Flämig entwickelt eine neue Perspektive, indem er das Werk konsequent im Rahmen von Anselms Ordnungsdenken interpretiert. Ausgangspunkt sind die grundlegenden Differenzen zwischen Schöpfer und Geschöpf sowie die Stellung des Menschen als Vernunftwesen und Ebenbild Gottes. Entscheidend ist dabei Anselms Leitgedanke, dass die Stellung eines Wesens in der Ordnung stets ein Sollen impliziert sowie dass Freiheit von ‚Rechtheit' (rectitudo ) abhängt - also von der Übereinstimmung des Seins/Handelns mit diesem Sollen, das sich aus der Ordnung ergibt. Auf dieser Basis begründet Anselm die Rationalität des göttlichen Heilshandelns. Zudem erschließt er in Hinblick auf den Menschen Sünde nicht als äußerliche Schuld, sondern als Abkehr vom eigenen Wesen, und deutet Versöhnung als Wiederherstellung von Rechtheit. Damit wird sichtbar, dass Anselm in Cur Deus Homo einen christologisch fokussierten, aber existentiell relevanten Zugang zur Soteriologie entwickelt. Der Autor bettet diesen Ansatz in die Gesamttheologie Anselms ein, zeigt den Zusammenhang von Trinitätstheologie, Erkenntnistheorie, Hamartiologie, Soteriologie und Freiheitslehre und rehabilitiert so die Bedeutung des Werkes für die westkirchliche Versöhnungslehre.

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