Deutsche Erbengemeinschaft und italienische comunione ereditaria

Eine historisch-vergleichende Untersuchung
500 Seiten, Taschenbuch
€ 115,10
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Erscheint am 30.07.2026

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Reihe Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Testamente, Nachlass, Erbfolge, Erbe
ISBN 9783162002389
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 30.07.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
LieferzeitErscheint am 30.07.2026
HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Wird ein Verstorbener von mehreren Personen beerbt, hat das Recht eine Vielzahl bedeutender Fragen zu beantworten: Wer darf das Vermögen des Verstorbenen in welchem Umfang verwalten, in Besitz nehmen und für sich nutzbar machen? Wer haftet in welcher Höhe für die vom Erblasser hinterlassenen Verbindlichkeiten und an wen müssen die Gläubiger des Erblassers sich wenden? Da das materielle Erbrecht bislang von grundlegender Vereinheitlichung verschont geblieben ist, beantworten die europäischen Staaten diese Fragen unterschiedlich. Die deutsche Erbengemeinschaft ist im Wesentlichen aus jener des preußischen Landrechts entwickelt worden. Sie präsentiert sich heute als Gesamthandsgemeinschaft, in der die Miterben bis zur Nachlassteilung grundsätzlich als Kollektiv behandelt werden. Der italienische Codice civile des 19. Jahrhunderts geht zwar auf den Code Napoléon zurück, hat jedoch auch bedeutende Einflüsse aus dem österreichischen Recht erfahren und wurde im Jahre 1942 neu aufgelegt. Heute stellt sich die comunione ereditaria als Hybridform dar, in der die Rechtsmacht des einzelnen Erben nach wie vor weiter reicht als hierzulande, sich aber auch seine Verantwortung für die Nachlassverbindlichkeiten verstärkt hat. Kira Behre geht einerseits der Frage nach, welche historischen Veranlagungen der Erbengemeinschaft des BGB und jener des italienischen Codice civile ihre heutigen Formen gegeben haben und beleuchtet andererseits das derzeit geltende deutsche und italienische Erbenmehrheitsrecht im funktionalen Vergleich. Die Arbeit wurde mit dem Carl-von-Rotteck-Promotionspreis 2025 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i.Br. ausgezeichnet.

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