Die Verantwortlichkeit juristischer Personen für Marktmissbrauch

400 Seiten, Taschenbuch
€ 99,70
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Erscheint am 30.07.2026

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Reihe Schriften zum Unternehmens- und Kapitalmarktrecht
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Finanzrecht, allgemein Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht
ISBN 9783162003652
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 30.07.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
LieferzeitErscheint am 30.07.2026
HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Eine natürliche Person kann für Insiderhandel oder eine Marktmanipulation zur Verantwortung gezogen werden. Aber was gilt im Hinblick auf juristische Personen? Die Marktmissbrauchsverordnung (MAR) trifft keine ausdrückliche Aussage. Carl Alexander Strobel legt zunächst dar, dass im Ausgangspunkt nicht das mitgliedstaatliche Recht, sondern allein das Unionsrecht maßgeblich sein kann. Die MAR weist insofern eine Rechtslücke auf, die durch den EuGH im Wege einer richterlichen Rechtsfortbildung gefüllt werden kann. Ziel der Rechtsfortbildung muss sein, die Effektivität der Verbote und die geschützten Interessen der juristischen Personen in bestmöglichen Ausgleich zu bringen. Demnach sind Verstöße gegen die Marktmissbrauchsverbote einer juristischen Person dann zuzurechnen, wenn die handelnde natürliche Person unter deren Organisationsherrschaft steht und der Verstoß „in ihrem Auftrag" erfolgt. Gute Gründe sprechen außerdem dafür, dass die Verantwortlichkeit ausgeschlossen ist, wenn die juristische Person angemessene Präventionsmaßnahmen getroffen hat. Eine Ausnahme von der Anwendung dieser Grundsätze bildet das Verhängen von Bußgeldern gegen juristische Personen, worauf das mitgliedstaatliche Recht unter Beachtung der Vorgaben der Richtlinie 2014/57/EU (CRIM-MAD) anzuwenden ist.

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