coram cruce

Deutungspotentiale der Kreuzestheologie
670 Seiten, Taschenbuch
€ 40,10
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Lieferbar ab März 2026

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Mehr Informationen
Reihe Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie
ISBN 9783162004581
Erscheinungsdatum 30.03.2026
Genre Religion, Theologie/Christentum
Verlag Mohr Siebeck
LieferzeitLieferbar ab März 2026
HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags


Die Sondierung der
Deutungspotentiale
der Kreuzestheologie richtet sich als Gesprächsangebot an Gegenwartsdiskurse, um zu klären, wie und unter welchen Bedingungen sie
heute
sinnvoll sein kann:
Kreuzestheologie wird zu phobischen Prolegomena medialer Theologie.

Für eine mediale Theologie wird ihr
singuläres tremendum et fascinosum
entscheidend: das Kreuz als dunkle Unmittelbarkeit, als Ungrund einer Theologie von ganz unten, als
Riss
aller Deutungen, der umso mehr neue Deutungen provoziert. Das Kreuz als Riss markiert das Andere der Medien - und wird zu deren
Öffnung
in Wort, Schrift und Bild vom Kreuz.

Das Kreuz als Pathosformel und Metonymie für den Gekreuzigten provoziert Phobos, Entsetzen und Flucht. Das Abjekt stößt ab; andernfalls wäre das Kreuz bereits vergoldet in Erhöhung und Verklärung. Aber der Phobos entwickelt ungeheure Bewegungsenergie für Logos und Ethos: Deutungspotentiale mit ewigem Nachleben, in Krisenzeiten ganz besonders.

Üblicherweise wird das Kreuz prästabilisiert durch allumfassende Deutungsmuster, die dem Kreuz seinen Sinn geben: Sühne, Trinität und Souveränität Gottes. Die Befremdungspotentiale des Kreuzes werden dadurch normalisiert und stillgestellt. Dem treten Labilisierungen und Radikalisierungen der Kreuzestheologie gegenüber.

Wie sind die
konstruktiven
Deutungspotentiale der Kreuzestheologie auszuführen? Wie kann von Gott kreuzestheologisch gedacht und gesprochen werden? Etwa, indem Gott
pathisch
gedeutet wird. Als letztes Refugium der Apathie erscheint der
Geist
meist unberührt von Kreuz und Tod. Nur ist doch gerade der Geist Medium der Pathe Gottes: seiner Leiden und Leidenschaften. Daher wird er als ein verwundeter Geist gedeutet, wenn er denn Geist Christi ist. Wie kritisch das Kreuz für die
Christologie
werden kann, zeigt sich exemplarisch in Karfreitags- und Karsamstagstheologie.

Auf diesem Hintergrund werden zwei Horizonterweiterungen des "Wortes vom Kreuz" entfaltet:
Schrift
vom Kreuz und
Bild
vom Kreuz. Verkörpert die Schrift das Kreuz im Sinn, so verkörpert das Bild das Kreuz vor Augen, in aller Sinnlichkeit des Sinns. Im Rückblick werden
Thesen vom Kreuz
formuliert zur Orientierung des hier riskierten Versuchs, kreuzestheologisch Theologie zu treiben, um die Deutungspotentiale der Kreuzestheologie zu sondieren und zu entfalten.

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Reihe Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie
ISBN 9783162004581
Erscheinungsdatum 30.03.2026
Genre Religion, Theologie/Christentum
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