Schadensersatz bei Tötung

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zum deutschen und japanischen Deliktsrecht
331 Seiten, Hardcover
€ 115,10
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Erscheint am 31.07.2026

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Reihe Schriften zum Ostasiatischen Privatrecht
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Unerlaubte Handlungen, Deliktrecht, Schmerzensgeld, Schadensersatz
ISBN 9783162006295
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 31.07.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
LieferzeitErscheint am 31.07.2026
HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Seit Jahren wird die deliktische Schadensersatzpflicht bei Tötungen im deutschen Recht diskutiert. Zwar führte der Gesetzgeber 2017 das Hinterbliebenengeld (§ 844 Abs. 3 BGB) ein, doch gilt der restriktive Ansatz weiterhin als unbefriedigend. Bei der Tötung eines Kindes wird nur ein geringes Hinterbliebenengeld gewährt. Dies wird als »Tötung zum Nulltarif« kritisiert. Das japanische Recht verfolgt einen anderen Ansatz: Erben können sowohl den Erwerbsschaden als auch Schmerzensgeld wegen der Verletzung des Lebens geltend machen. Diese »Vererbungstheorie« führt zu deutlich höheren Entschädigungen und ist bislang kaum in deutscher Sprache erforscht. Julien Schickling zeigt auf Grundlage eines funktionalen Rechtsvergleichs auf, dass dem japanischen Recht wichtige Impulse für eine Fortentwicklung des deutschen Rechts entnommen werden können. Julien Schickling beleuchtet eine mögliche Haftungserweiterung auch unter rechtsökonomischen Gesichtspunkten, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Anreizwirkung des Haftungsrechts. Er untersucht schließlich aus einer rechtssoziologischen Perspektive, wie Streitigkeiten bei den praxisrelevanten Verkehrsunfällen mit Todesfolge beigelegt werden. Zu diesem Zweck hat er in Japan zahlreiche Experteninterviews mit den an der Streitbeilegung beteiligten Akteuren geführt. Das japanische Recht könnte auch in diesem Bereich als Vorbild für das deutsche Recht dienen. Eine stärkere Standardisierung der Schadensbeträge, mehr Möglichkeiten der alternativen Streitbeilegung sowie eine erhöhte Spezialisierung der Entscheidungsträger könnten zu einer zügigen, einheitlichen und kostengünstigen außergerichtlichen Streitbeilegung zugunsten der Hinterbliebenen beitragen.

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Reihe Schriften zum Ostasiatischen Privatrecht
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Unerlaubte Handlungen, Deliktrecht, Schmerzensgeld, Schadensersatz
ISBN 9783162006295
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Erscheinungsdatum 31.07.2026
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Verlag Mohr Siebeck
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