Unlautere digitale Entscheidungsarchitekturen

Grundlinien einer konzeptionellen und lauterkeitsrechtlichen Erfassung von „Dark Patterns“ im Lichte verhaltensökonomischer und interaktionsgestalterischer Erkenntnisse
487 Seiten, Hardcover
€ 120,20
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Erscheint am 30.08.2026

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Mehr Informationen
Reihe Schriften zum Recht der Digitalisierung
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Gesellschafts-, Handels- und Wettbewerbsrecht, allgemein Handelsrecht Recht des E-Commerce, Internetrecht
ISBN 9783162008572
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 30.08.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
LieferzeitErscheint am 30.08.2026
HerstellerangabenAnzeigen
Jana Trispel
Wilhelmstraße, 18 | DE-72074 Tübingen
trispel@mohrsiebeck.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Alexander Egberts untersucht „Dark Patterns" im verbraucherbezogenen Geschäftsverkehr und analysiert digitale Entscheidungsarchitekturen auf dem deutschen und europäischen Digitalmarkt. Er verbindet rechtsdogmatische Analyse mit Erkenntnissen der Verhaltensökonomik und der Interaktionsgestaltung, um Wirkmechanismen digitaler Oberflächen rechtlich zu bewerten. Die Untersuchung entwickelt zunächst ein abstrakt-generelles Konzept zur Ordnung des bislang begrifflich unscharfen Diskurses. „Dark Patterns" werden über drei Wirkungskanäle erfasst: Sie stören Informationsflüsse, beeinflussen Entscheidungen prä-reflexiv oder erschweren die Umsetzung von Nutzungszielen. Dadurch beeinträchtigen sie Gebrauchstauglichkeit oder Prozessautonomie und begünstigen strukturell unternehmerische Interessen. Darauf aufbauend überführt der Autor das Konzept in eine lauterkeitsrechtliche Bewertung. Das Interventionsbedürfnis ergibt sich aus der Gefahr behavioralen Marktversagens: „Dark Patterns" beeinträchtigen selbstbestimmte Verbraucherentscheidungen und schwächen damit die wettbewerbliche Steuerungsfunktion des Marktes. Zwar erfüllen die Verbote irreführender und aggressiver Geschäftspraktiken wichtige Schutzfunktionen, sie weisen jedoch strukturelle Lücken auf. Im Mittelpunkt steht daher die verbraucherschützende Generalklausel, deren Anforderungen an unternehmerische Sorgfalt mithilfe interdisziplinärer Erkenntnisse konkretisiert werden. Besondere Bedeutung erhält die geschäftliche Relevanz als probabilistische Kausalitätsfrage. Dadurch wird die Lauterkeitsbewertung für empirische Evidenz zur Wirkung digitaler Gestaltungselemente geöffnet. Alexander Egberts untersucht insbesondere A/B-Testverfahren als Erkenntnisquelle für Verhaltenswirkungen, analysiert deren prozessuale Berücksichtigung und wertet empirische Studien aus. So trägt die Arbeit zur theoretischen Fundierung, dogmatischen Präzisierung und evidenzbasierten Durchsetzung fairer digitaler Wettbewerbsbedingungen bei.

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Reihe Schriften zum Recht der Digitalisierung
Themen Recht Recht bestimmter Jurisdiktionen und bestimmter Rechtsgebiete Gesellschafts-, Handels- und Wettbewerbsrecht, allgemein Handelsrecht Recht des E-Commerce, Internetrecht
ISBN 9783162008572
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 30.08.2026
Größe 23.2 x 15.5 cm
Verlag Mohr Siebeck
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