Wolfgang Freitag, Maria Fritsche, Andreas Nierhaus, Mathias Lichtenwagner, Lisa Manneh,, Julian Stricker-Neumayer, Thomas Geldmacher-Musiol, Amelie Rakar, Lena Spanring
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Kurzbeschreibung des Verlags
Im ehemaligen Bankgebäude Hohenstaufengasse 3 in Wien waren in den letzten Kriegsjahren zwei Wehrmachtgerichte untergebracht. 69 Menschen wurden dort zum Tode verurteilt. Das Buch beleuchtet die Rolle der NS-Militärgerichtsbarkeit in Wien, seine Akteure und seine Opfer.
Das Buch nimmt das in der NS-Zeit als Militärgericht genutzte Bankgebäude in der Hohenstaufengasse als Ausgangspunkt, um das Wirken der Wehrmachtjustiz in Wien aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Durch die erstmalige Auswertung aller Verfahren des Feldkriegsgerichts der Division Nr. 177, das über eine Filiale in der Hohenstaufenasse verfügte, werden sowohl konkrete Opferzahlen als auch das Wirken der Wehrmachtrichter differenziert dargestellt. Die Beiträge geben Einblicke in die Schicksale der Opfer, das Funktionieren der militärgerichtlichen Bürokratie und ihr Zusammenspiel mit den NS-Verfolgungsinstitutionen, die sich nach dem „Anschluss“ in Wien etablierten.
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Wer im "Wien Geschichte Wiki" der Stadt Wien die Hohenstaufengasse in der Wiener Innenstadt sucht, erfährt, dass diese nach der schwäbischen Dynastie der Hohenstaufen benannt ist und gleich dort die Ringmauer vorbeiging. Nicht aufgelistet ist, dass das Gebäude mit Hausnummer 3 in dieser schmalen Gasse gleich beim Wiener Schottentor im Jahr 1938 an die deutsche Wehrmacht verkauft worden war.
Der von der österreichischen Historikerin Maria Fritsche herausgegebene Sammelband widmet sich diesem weitgehend unbekannten Ort, an dem zwischen 1943 und 1945 Richter der Wehrmachtsjustiz Deserteure, aber auch "Selbstverstümmler" und "Wehrkraftzersetzer" verfolgten.
Die einzelnen Beiträge beschäftigen sich mit den Tätern. Die allermeisten Verfahren dieser NS-Militärjustiz wurden von zehn Richtern geführt, die während der Kriegsjahre jeweils mehr als 100 Urteile sprachen. Mehr als die Hälfte von ihnen konnte nach dem Ende der NS-Diktatur unbehelligt als Rechtsanwalt weiter tätig sein.
Auch der Opfer wird in diesem Sammelband gedacht, etwa des 20-jährigen Emil Ifkovics, eines jungen Kommunisten, der an der Ostfront im Wehrdienst war und floh, allerdings nur bis nach Budapest kam. Dort erwischte ihn eine Heeresstreife und Ifkovics landete vor den NS-Richtern. Er wurde zum Tode verurteilt und 1944 am Militärschießplatz Wien-Kagran hingerichtet.
Die Rolle von Frauen als Helferinnen bei der Fahnenflucht wird exemplarisch anhand der Geschichte Margarete Tischlers nacherzählt. Sie hatte ihren Mann überzeugt, nach einem Fronturlaub unterzutauchen. Tischler, ihr Mann und andere Familienmitglieder wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, der Mann starb in der Haft.
Dieser Sammelband schließt eine wichtige Lücke in der Aufarbeitung der Geschichte dieses Landes. Die Republik Österreich, längst wieder Besitzerin der Hohenstaufengasse 3, ließ erst 2024 eine Gedenktafel anbringen, die an die grausame Geschichte dieses Ortes erinnert.