Licht, Luft und Schatten

Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus
456 Seiten, Hardcover
€ 57,00
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ISBN 9783205223122
Erscheinungsdatum 19.01.2026
Genre Geschichte
Verlag Böhlau Wien
Herausgegeben von Claudia Kuretsidis-Haider
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HerstellerangabenAnzeigen
Brill Deutschland GmbH
Wollmarktstr. 115 | DE-33098 Paderborn
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die Wiener Gemeindebauten waren in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts eines der bahnbrechenden Projekte der sozialdemokratischen Wohnungs- und Sozialpolitik. Der Sammelband schlägt eine Brücke vom Austrofaschismus bis zum Ende der NS-Herrschaft. Nach Überblicksdarstellungen zur Geschichte des Gemeindebaus in Wien, zu personellen Brüchen und Kontinuitäten zwischen den beiden Diktaturen und zu Fragen des Mieterschutzes widmen sich mehrere Beiträge anhand von ausgewählten Gemeindebauten dem Schicksal der dort lebenden Menschen, die als Juden*Jüdinnen verfolgt und gekündigt bzw. aufgrund ihres widerständigen Verhaltens Opfer polizeilichen und juristischen Unrechts wurden. Biografien von verfolgten Männern, Frauen und Kindern schließen den Band ab, gleichsam als „Gedenkbuch“ für die Opfer von Gewalt und Terror in den Gemeindebauten.

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FALTER-Rezension

Zwei Diktaturen im Gemeindebau

Margaretha Kopeinig in FALTER 12/2026 vom 18.03.2026 (S. 18)

Der vorbildlichen Wohnbaupolitik des Roten Wien widmete die New York Times 2023 eine Coverstory: "Imagine a Renter's Utopia - It Might Look Like Vienna." Auch die EU-Kommission orientiert sich in ihrem "European Affordable Housing Plan" an den bisherigen Errungenschaften des sozialen Wohnbaus der Donaumetropole.

Es gab aber auch dunkle Zeiten. Diesen widmet sich die Historikerin und Vizeleiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), Claudia Kuretsidis-Haider, im neuen Sammelband "Licht, Luft und Schatten. Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus". Er schildert die Geschichte der Wiener Gemeindebauten im Spannungsfeld zweier Diktaturen, des Austrofaschismus und der NS-Herrschaft.

Nach den Kämpfen des Jahres 1934 erlebten viele Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen im März 1938 den nächsten Schock. Über Nacht gingen die Wohnhausanlagen in den Besitz und die Verwaltung der Nationalsozialisten über. Doch schon Jahre vor dem "Anschluss" spürten Jüdinnen und Juden zunehmenden Antisemitismus, nach der Nazi-Annexion setzten systematische Entrechtung, Beraubung und Verfolgung ein. Die Gesamtzahl aller aus den Wiener Gemeindebauten delogierten Jüdinnen und Juden liegt laut DÖW bei mehr als 4000, namentlich bekannt sind 3601 Personen. Das brutale Vorgehen der Nazis traf auch antifaschistische Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, was am Beispiel der "Johann-Mithlinger-Siedlung" in Wien-Favoriten dargestellt wird.
Dieser Sammelband, entstanden im Auftrag von "Wiener Wohnen", zeigt anhand genau recherchierter Zahlen und Fakten auf, was im Wiener Gemeindebau ab 1934 passierte und wie die nationalsozialistische Verfolgungsmaschinerie funktionierte, und ist ein wichtiges Dokument der österreichischen Zeitgeschichte.

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