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| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur |
|---|---|
| ISBN | 9783218010641 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.03.2017 |
| Größe | 21.5 x 13.5 cm |
| Verlag | Kremayr & Scheriau |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
Schnitzler wird bis heute als der Dichter literarischer Grazie und unverbindlicher Erotik betrachtet. In Wirklichkeit zeigt sich bereits in seinen frühen Dramen beißende Sozialkritik an der bürgerlichen Doppelmoral seiner Zeit und an der Ausbeutung junger Frauen. Wie kaum ein anderer entlarvte er die wohlhabenden, unbeschäftigten Lebemänner und die Leere vieler zwischenmenschlicher Beziehungen. Max Haberich hat an der Universität Cambridge über Schnitzler promoviert, hat die Quellen dort und im Literaturarchiv Marbach durchforstet, vor allem auch jene, die in den bisherigen Schnitzler-Biografien noch nicht berücksichtigt werden konnten – etwa die ausführliche Korrespondenz mit seiner Frau Olga. Dadurch ist es Max Haberich möglich, den Jahrhundert- Autor in einem völlig neuen Licht zu zeigen: als sozialkritischen Autor, der sich über Jahrzehnte mit seiner jüdischen Herkunft auseinandersetzte und mit messerscharfer Beobachtung den stetig zunehmenden Antisemitismus in den Blick nahm.
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur |
|---|---|
| ISBN | 9783218010641 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.03.2017 |
| Größe | 21.5 x 13.5 cm |
| Verlag | Kremayr & Scheriau |
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Sebastian Gilli in FALTER 19/2017 vom 10.05.2017 (S. 33)
Die Zuschreibung Jahrhundertautor ist zwar großspurig, bei Arthur Schnitzler (1862–1931) aber nicht übertrieben. Der Literaturwissenschaftler und Historiker Max Haberich hat eine Biografie mit bisher unveröffentlichten Quellen über den Wiener „Anatom des Fin de Siècle“ vorgelegt. Wir erfahren, dass der studierte Mediziner schon früh scharfsinnige Sozialkritik formulierte und dass es zu kurz greift, den Erfinder des „süßen Mädels“ als „leichtherzigen Dichter erotischer Geschichten“ abzutun.
Haberich überzeugt auch damit, dass er das starke Forschungsinteresse an Schnitzlers jüdischer Identität und seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus umfassend thematisiert. Doch die konservativ erzählte Lebensgeschichte traut sich nicht, dem Wesen des Künstlers konsequent nachzuspüren. Umständlich reihen sich Inhaltsangaben aneinander, Schnitzler als Mensch bleibt auf der Strecke.

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