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| ISBN | 9783218013291 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 16.08.2022 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Kremayr & Scheriau |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Kremayr & Scheriau GmbH & CO.KG Rotenturmstrasse 27/5 | AT-1010 Wien d.sima@kremayr-scheriau.at |
Mit einem lauten Schrei erblickt ein Kind das Licht der Welt und ein Lebensweg, dessen Bahnen schon vorgegeben zu sein scheinen, nimmt seinen Lauf. Rund um die Ich-Erzählerin wird ein Netz aus Beziehungen offenbar: vom gewalttätigen Großvater väterlicherseits, der NSDAP-Mitglied und später Kriegsgefangener war, der Großmutter mütterlicherseits, die als Tochter von italienischen Gastarbeiter*innen in der Schweiz aufwuchs, bis zu den Eltern, die sich in Bezug auf ihre Vergangenheit in Schweigen hüllen. Als sie erwachsen wird, steht die junge Frau vor der Wahl, welchen Weg sie selbst gehen möchte. Kann sie sich vom unsichtbaren Erbe ihrer Vorfahren lösen?
Bettina Scheiflinger setzt in ihrem Debütroman Szenen aus verschiedenen Biografien wie Mosaiksteinchen nebeneinander, bis allmählich sichtbar wird, wie über Generationen Verhaltensweisen, Lebensentwürfe und Traumata weitergegeben werden und mahnend über den Individuen schweben, die um ihre Eigenständigkeit ringen.
„Bei meiner Geburt jage ich meiner Mutter einen Schrecken ein. Mich muss man nicht aus ihr herausholen, ich will von selbst aus ihr raus. Ich presse mein Gesicht als Erstes durch den Geburtskanal. Augen voran komme ich zur Welt.“
| ISBN | 9783218013291 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 16.08.2022 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Kremayr & Scheriau |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag Kremayr & Scheriau GmbH & CO.KG Rotenturmstrasse 27/5 | AT-1010 Wien d.sima@kremayr-scheriau.at |
Sebastian Fasthuber in FALTER 42/2022 vom 19.10.2022 (S. 34)
Wie viele Seiten Anlaufzeit bekommt ein Roman, ehe man ihn weglegt? Die Schweizerin Bettina Scheiflinger, die fürs Studium der Sprachkunst nach Wien kam, hat ihr Debüt perspektivenreich angelegt. Es braucht 30 Seiten, bis man den Durchblick über die Figuren hat. Ab dann erweist sich "Erbgut" als fesselnde Lektüre.
Fünf Stimmen aus drei Generationen erzählen, die Zeit reicht vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Die Ich-Erzählerin trägt die Summe der Erfahrungen und Eigenschaften ihrer Großmütter sowie der Eltern in sich. Die junge Frau arbeitet an ihrer Abnabelung. Was bekommt man vererbt, was nimmt man gerne an, was lieber nicht? Diesen Fragen geht der Roman in einer feinen Prosa nach. Scheiflinger (Jg. 1984) hat keinen dicken Familienwälzer geschrieben, es wird nicht alles auserzählt, vieles bleibt Andeutung.
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