Gärtnern im Klimawandel

100 robuste Pflanzen für den langlebigen Garten
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Kurzbeschreibung des Verlags:

So können wir unsere Gärten an den Klimawandel anpassen, sie grüner und artenreicher machen.
Dieser Gartenratgeber zeigt den Weg zu einem attraktiven, vielfältigen und zukunftsfähigen Garten.
100 Artenporträts besonders robuster Pflanzen.
Kiwis und Feigen aus dem eigenen Garten? Was vor 30 Jahren noch als utopisch galt, ist heute bereits Realität. Andererseits kommt manch liebgewonnene Pflanzenart mit den klimawandelbedingten höheren Temperaturen nicht zurecht. Es ist an der Zeit, unsere Gärten an den Klimawandel anzupassen, sie grüner und artenreicher zu machen. Dieser Gartenratgeber zeigt den Weg zu einem attraktiven, vielfältigen und zukunftsfähigen Garten.
Gärtnern im Klimawandel, eine Herausforderung, aber eine machbare. Einiges hat sich in den letzten Jahren geändert, die Temperaturen stiegen, die Regenfälle wurden intensiver, die Vegetationsperioden länger. Wir müssen uns auf diese neuen Bedingungen einstellen. Jetzt einfach so weiter zu gärtnern wie bisher, wird nicht funktionieren und zu zahlreichen Ausfällen im Garten führen.
Vor allem die richtige Pflanzenwahl ist wichtig, um den Garten langlebig und dauerhaft zu gestalten. Plötzlich ist es aber auch möglich, Pflanzen auszusetzen, die man bisher nur aus dem Urlaub im Mittelmeergebiet kannte oder jene, die wir jeden Herbst in den Wintergarten schleppen mussten.
Das Buch stellt 100 Pflanzenarten vor, die dem Klimawandel trotzen oder gerade wegen des Wandels in Mitteleuropa zurechtkommen werden. Der Autor informiert über die Bedürfnisse der Pflanzen, damit sie gedeihen und Freude bereiten können, und gibt Zusatzinformationen zum Nutzen für die Tierwelt.

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FALTER-Rezension

Bin im Garten!

Schon als Kind hegte Marie Diederich den Wunsch, ihre „eigene kleine Farm zu haben“. Ihr erstes Taschengeld sparte sie für ein Buch über Selbstversorgung, zum Geburtstag wünschte sie sich Ziegen und auf der elterlichen Dachterrasse experimentierte sie mit Gemüsesamen. Die Neigung zum Do-it-yourself (DIY) hat Diederich zu Beruf wie Berufung weiterentwickelt, was optimal funktioniert, da sie eindeutig zur rechten Zeit am rechten Platz war: Wenige Trends haben sich zuletzt breitenwirksamer entfaltet als DIY, Selbstversorgung und (Gemüse-)Gärtnern. Seit einigen Jahren betreibt Diederich, 27, ihr äußerst erfolgreiches Selbstversorger-Blog namens „wurzelwerk“ mit bis zu 2,5 Millionen Klicks pro Monat plus einen Youtube-Kanal mit 220.000 Followern. Nun erscheint auch Marie Diederichs erstes Buch mit dem puristischen Titel „Selbstversorgung“.

Das Erfolgsrezept ist in Buch, Blog und Youtube-Videos dasselbe: Passion, reiche Erfahrung, gute Ideen, flotte Sprüche, schöne grafische Gestaltung und viele Fotos einer beschwingten Marie mitsamt Gemüsen, Tieren und Einweckgläsern. Von „Autark werden“ bis zu „Wenn du mal wieder mit der Zucchinikeule über den Gartenzaun winkst“ erfährt man hier alles, was es über Gemüse-Selbstversorgung zu wissen gibt: Standortwahl, Jungpflanzenanzucht, Kompostherstellung, gute Gemüse- und Obstarten für die reiche Ernte. Dazu gibt es Basisinfos zur Haltung von Ziegen und Hühnern.

Im Unterschied zu anderen Büchern über Selbstversorgung aus dem Garten, die Einsteiger sorgenvoll mahnen, sich nicht zu übernehmen und ja klein anzufangen, drängt Marie Diederich einen beinahe, „ins Tun zu kommen“ und sich viel zuzutrauen. Am besten sofort und nicht erst, wenn man die Pension antritt. Alles keine Hexerei, wenn man erst einmal den Dreh heraus hat, lehrt Diederichs Buch gut gelaunt. Natürlich stets bio, nachhaltig und samenfest. Das versteht sich in Diederichs Generation sozusagen von selbst.

Weil Klimawandelfragen im Garten nie weiter als einen Steinwurf entfernt sind, schießen auch Bücher zum Thema wie Schwammerln aus dem Boden. Ein solider Führer mit „100 robusten Pflanzen für den langlebigen Garten“ ist „Gärtnern im Klimawandel“ des Stainzer Gärtnermeisters Norbert Griebl. Da Gärten immer öfter mit Trockenheit, Hitze und Verschiebungen der Jahreszeiten zurande kommen müssen, sind robuste Pflanzen gesucht, die wenig Wasser und Pflege brauchen. Griebls Ratgeber porträtiert genau solche Kandidaten aus den Kategorien Stauden, Gehölze sowie ein- und zweijährige Arten. Dabei geht er jeweils auch auf gute Nachbarn für die porträtierten Pflanzen ein und legt einen Schwerpunkt auf den kulinarischen und ökologischen Mehrwert der Pflanzen.

Womit wir beim tierischen Leben im Hausgarten angelangt wären. Angesichts ausgeräumter Industrieagrarlandschaften entwickeln sich just Hausgärten zu wesentlichen Rückzugsgebieten für Vögel, Reptilien, Kleinsäuger und Insekten aller Art – solange sie Vielfalt bieten, ökologisch gepflegt werden und das Animalische, das in ihnen kreucht und fleucht, im Blick haben. Genau dieser Blick lässt sich mit dem Naturführer „Gartensafari“ des deutschen Biologen Hannes Petrischak schulen. Reich bebildert lehrt er, wann und wo man welchem Getier im Garten begegnen kann – von Ameisenlöwe bis Zauneidechse – und wie man es hineinlockt. Zum eigenen Vorteil: Je mehr die tierisch-pflanzlichen Vielfaltskreisläufe im Garten funktionieren, desto pflegeleichter wird er.

Einen Jahreszeiten-Ritt anderer Art bietet Isabelle van Groeningens „Die sieben Jahreszeiten“. Sie und ihre Partnerin Gabriella Pape – beide sind Kew-Gardens-geschulte Hortikulturistinnen und Gartendesignerinnen – führen die famose private Gartenschule an der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Pape schreibt seit langem Gartenbücher und -kolumnen. Van Groeningen, die ein Gartenblog betreibt, folgt ihr nun nach.

Ihre Texte sind poetische Garten-Feuilletons nach guter alter britischer Tradition, voller Tipps, die in elegante Naturbetrachtungen verpackt sind. Beispiel gefällig: Bei Angst vor Frühlingsspätfrösten, die frisch ausgetriebenen Obstbaumblüten den Garaus machen könnten, folgt man dem bäuerlichen Beispiel und besprüht selbige vorbeugend mit einem feinen Wassernebel. Er bildet eine eisige Schutzhülle um die Blütenblätter. Kann man immer wieder brauchen. Was man nicht brauchen kann, ist etwas, das hiermit den ewiggestrigen Schrebergärtnern aller Nationen mit van Groeningens Worten ins Stammbuch geschrieben sei: Der Kiesgarten, so pflegeleicht er sein mag, ist genauso „ein ökologisches Desaster“ wie der englische Rasen.

Julia Kospach in Falter 11/2022 vom 18.03.2022 (S. 45)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783258082769
Ausgabe 1. Auflage 2022
Erscheinungsdatum 14.02.2022
Umfang 224 Seiten
Genre Ratgeber/Natur/Garten
Format Taschenbuch
Verlag Haupt Verlag
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