
Berg erklimmt man am besten im Team
Kirstin Breitenfellner in FALTER 36/2025 vom 03.09.2025 (S. 32)
Berge sind gefährlich, und deswegen wird der Berg auch oft als ein "Mythos" bezeichnet. "Seit alten Zeiten erzählen Menschen sich Geschichten über Berge. Viele Kulturen glauben, dass Berge heilige Orte sind, an denen sich Götter und Geister aufhalten", schreibt die in Linz geborene Autorin Katja Seifert, die ihr erstes Kindersachbuch auch selbst illustriert hat. Erst vor ungefähr 300 Jahren begann man, die Berge, konkret die Alpen, auch praktisch zu erkunden. Die Abenteurer, die sich mit Erstbegehungen einen Namen machten, stammten oft gar nicht aus den Bergen.
Berge erklimmt man am besten im Team. Aber Menschen neigen zu Wettbewerb, weswegen sogleich ein Wettlauf auf die höchsten Gipfel begann. Seifert stellt eine Reihe von Pionieren vor, unter denen sich auch Frauen befanden. Als Geburtsstunde des Alpinismus firmiert die Erstbesteigung des Mont Blanc im Jahr 1786.22 Jahre später bestieg die erste Frau den höchsten Berg Europas, eine Magd, die als Attraktion auf den Berg getragen wurde. 1838 zeigte Henriette d'Angeville der Welt, dass Frauen auch selbst in luftige Höhen steigen können.
Als alle Gipfel bezwungen waren, brachen die Bergbegeisterten in die Welt auf. Der Eroberung des Mount Everest ist hier natürlich ein Kapitel gewidmet. Pionierin des Frauenbergsteigens war die Polin Wanda Rutkiewicz. Und die Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner hatte 2011 alle 14 Achttausender bezwungen. Inspirierend!


