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| ISBN | 9783365004869 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 20.02.2024 |
| Genre | Sachbücher/Natur, Technik |
| Verlag | HarperCollins Hardcover |
| Übersetzung | Andrea Kunstmann |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH Valentinskamp 24 | DE-20354 Hamburg info@harpercollins.de |
Das Huhn kann nur wenige Meter weit fliegen, und dennoch hat es als einziger Nachfahre der Dinosaurier die Welt erobert. Auf der Erde leben heute mehr als zwanzig Milliarden Hühner. Auf jeden Menschen kommen drei. Vielleicht verkörpert das Huhn deshalb unser widersprüchliches Verhältnis zu Tieren am besten: Es ist sowohl geliebtes Haustier als auch Produkt einer ausgeuferten Massentierhaltung.
»Am Anfang war das Huhn« erzählt von der jahrtausendealten Beziehung zwischen Mensch und Huhn: von seiner kultischen Verehrung im Alten Ägypten bis zu seinem Einzug in unsere Vorstadtgärten während der Coronapandemie. In allen Epochen waren wir und die Hühner gemeinsam unterwegs. Doch was wissen wir wirklich über unsere eierlegenden Gefährten? Welche Geschichten erzählen uns Rassen wie das uralte Bankivahuhn, der kämpferische Malaie oder das in königlichen Gärten pickende Cochin-Huhn?
Unterhaltsam wie erkenntnisreich bringt uns die Anthropologin Sally Coulthard die schillernde Vielfalt der Hennen und Hähne näher.
| ISBN | 9783365004869 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 20.02.2024 |
| Genre | Sachbücher/Natur, Technik |
| Verlag | HarperCollins Hardcover |
| Übersetzung | Andrea Kunstmann |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH Valentinskamp 24 | DE-20354 Hamburg info@harpercollins.de |

Gerlinde Pölsler in FALTER 12/2024 vom 20.03.2024 (S. 28)
Nein, der Osterhase ist kein Überbleibsel antiker Frühlingsfeiern, wie manche denken. Früheste Spuren führen ins barocke (deutsche) Volksbrauchtum. Das Bemalen von Hühnereiern dagegen hat seine Wurzeln bei frühen orthodoxen Christen. In Erinnerung an den Kreuzestod Christi färbten sie die Eier blutrot. Erst im mittelalterlichen Norden, der heidnische Gabenbräuche mit christlicher Mythologie verband, wurde Ostern zum bunten Eierfest.
Die britische Anthropologin Sally Coulthard erzählt in "Am Anfang war das Huhn" von der uralten Beziehung zwischen Mensch und Federvieh. Domestizierte Hühner, allesamt Abkömmlinge einer einzigen ostasiatischen Art, waren jahrtausendelang eher als Kampfhähne und lustige Haustiere denn als Nahrungslieferanten bedeutend. Obwohl schon die alten Römer ihre Haltung rationalisierten, spielten sie in der Ernährung bis zur Industrialisierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert eine Nebenrolle.
Heute sind "Nutzhühner" technokratisch optimierte Krüppelwesen, die nach wenigen Wochen geschlachtet werden -kurz bevor sie ohnehin an der eigenen Mastmasse sterben würden. Ihre engsten wilden Verwandten, die Kammhühner, werden bis zu zehn Jahre alt. Der Mensch hat das Huhn, den nächsten noch lebenden Verwandten der Dinosaurier, zu rechtlosen Fleischmaschinen degradiert. Dabei besitzen diese Tiere überraschend hohe kognitive Fähigkeiten, sie bilden ein komplexes Sozialleben aus, kommunizieren und empfinden differenziert und können sogar ein wenig schauspielern. "Man hat ein Repertoire von mindestens zwei Dutzend unterschiedlicher Töne und eine ganze Reihe unterschiedlicher Gesichtsausdrücke nachgewiesen", schreibt Coulthard.
Die Autorin besitzt die seltene Gabe, eine Fülle an Aspekten so charmant und klug zu erzählen, dass man gleichermaßen informiert wie verführt wird -in diesem Fall dazu, ein lange Zeit gering geschätztes Geschöpf achten zu lernen.
Sebastian Kiefer in FALTER 12/2024 vom 20.03.2024 (S. 28)
Nein, der Osterhase ist kein Überbleibsel antiker Frühlingsfeiern, wie manche denken. Früheste Spuren führen ins barocke (deutsche) Volksbrauchtum. Das Bemalen von Hühnereiern dagegen hat seine Wurzeln bei frühen orthodoxen Christen. In Erinnerung an den Kreuzestod Christi färbten sie die Eier blutrot. Erst im mittelalterlichen Norden, der heidnische Gabenbräuche mit christlicher Mythologie verband, wurde Ostern zum bunten Eierfest.
Die britische Anthropologin Sally Coulthard erzählt in "Am Anfang war das Huhn" von der uralten Beziehung zwischen Mensch und Federvieh. Domestizierte Hühner, allesamt Abkömmlinge einer einzigen ostasiatischen Art, waren jahrtausendelang eher als Kampfhähne und lustige Haustiere denn als Nahrungslieferanten bedeutend. Obwohl schon die alten Römer ihre Haltung rationalisierten, spielten sie in der Ernährung bis zur Industrialisierung der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert eine Nebenrolle.
Heute sind "Nutzhühner" technokratisch optimierte Krüppelwesen, die nach wenigen Wochen geschlachtet werden -kurz bevor sie ohnehin an der eigenen Mastmasse sterben würden. Ihre engsten wilden Verwandten, die Kammhühner, werden bis zu zehn Jahre alt. Der Mensch hat das Huhn, den nächsten noch lebenden Verwandten der Dinosaurier, zu rechtlosen Fleischmaschinen degradiert. Dabei besitzen diese Tiere überraschend hohe kognitive Fähigkeiten, sie bilden ein komplexes Sozialleben aus, kommunizieren und empfinden differenziert und können sogar ein wenig schauspielern. "Man hat ein Repertoire von mindestens zwei Dutzend unterschiedlicher Töne und eine ganze Reihe unterschiedlicher Gesichtsausdrücke nachgewiesen", schreibt Coulthard.
Die Autorin besitzt die seltene Gabe, eine Fülle an Aspekten so charmant und klug zu erzählen, dass man gleichermaßen informiert wie verführt wird -in diesem Fall dazu, ein lange Zeit gering geschätztes Geschöpf achten zu lernen.

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