Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht

Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von handlungs- und produktionsorientierten Verfahren im schulischen Literaturunterricht am Beispiel von Wolfang Herrendorfs Roman "Tschick"
32 Seiten, Taschenbuch
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Themen Sprache und Sprachwissenschaft Fremdsprachenerwerb, Fremdsprachendidaktik
ISBN 9783389188729
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 21.04.2026
Größe 210 x 148 mm
Verlag GRIN Verlag
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HerstellerangabenAnzeigen
Waltherstraße 23 | DE-80337 München
info@grin.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Didaktik - Germanistik, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Masterseminar: Über den Umgang mit geschriebenen Menschen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit untersucht den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht (HPLU) als Alternative zu traditionellen, primär analytischen Unterrichtsformen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass rein interpretatorische Verfahren häufig nicht allen Lernenden gerecht werden und insbesondere weniger analytisch orientierte Schülerinnen benachteiligen. HPLU zielt daher darauf ab, durch kreative, sinnlich-subjektive Zugänge allen Schülerinnen einen aktiven Zugang zu literarischen Texten zu ermöglichen, Lesemotivation zu steigern und eine emotionale Beteiligung zu fördern. Theoretisch wird HPLU pädagogisch-didaktisch durch die Heterogenität von Lerngruppen, literaturtheoretisch durch Ansätze wie Rezeptionsästhetik und Konstruktivismus sowie entwicklungspsychologisch durch die Bedeutung aktiven Handelns für Lernprozesse begründet. Methodisch umfasst HPLU ein breites Spektrum: textproduktive Verfahren (z. B. Umschreiben, Fortsetzen), szenische Darstellungen, visuelle Gestaltungen und akustische Umsetzungen. Ziel ist dabei stets ein vertieftes Textverständnis, ergänzt durch die Förderung von Kreativität, Empathie und Imagination. Neben den Chancen werden auch Grenzen diskutiert. Kritisch gesehen werden insbesondere der hohe Zeitaufwand, die schwierige Leistungsbewertung sowie die Gefahr einer zu starken Subjektivierung, die das Textverständnis verzerren kann. Daher wird betont, dass HPLU sinnvoll mit analytischen Verfahren kombiniert werden sollte. Am Beispiel von Wolfgang Herrndorfs "Tschick" werden konkrete Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt, etwa kreative Schreibaufgaben, Perspektivwechsel oder szenische Inszenierungen. Diese sollen die eigenständige Texterschließung fördern, bergen jedoch auch Risiken wie das Abdriften vom Ausgangstext. Insgesamt kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass HPLU großes Potenzial für einen motivierenden und differenzierenden Literaturunterricht bietet, dessen Wirksamkeit jedoch stark von einer reflektierten, zielgerichteten und ausgewogenen Anwendung abhängt.

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Themen Sprache und Sprachwissenschaft Fremdsprachenerwerb, Fremdsprachendidaktik
ISBN 9783389188729
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 21.04.2026
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