Unaufrichtigkeit in einer rassistischen Welt

Eine Analyse von "Die gelebte Erfahrung des Schwarzen" in Fanons "Schwarze Haut, Weiße Masken"
52 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Aus der Reihe: e-fellows.net stipendiaten-wissen
Themen Philosophie und Religion Philosophie
ISBN 9783389190074
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 04.05.2026
Größe 210 x 148 mm
Verlag GRIN Verlag
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HerstellerangabenAnzeigen
Waltherstraße 23 | DE-80337 München
info@grin.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Philosophie, Note: 1,0, Universität Leipzig, Sprache: Deutsch, Abstract: Grundlage der Untersuchung stellt das fünfte Kapitel "Die gelebte Erfahrung des Schwarzen" ("L'expérience vécue du Noir") in Frantz Fanons Werk "Schwarze Haut, Weiße Masken" dar. Darin untersucht Fanon Umgangsweisen eines Schwarzen Protagonisten mit seiner Objektifizierung im rassistischen Blick als Versuche, als "Weiß" anerkannt zu werden oder sein "Schwarz-Sein" zu bejahen, und stellt beide als Scheitern dar. Das Ziel dieser Arbeit ist es zu klären, wie der existentialistische Appell zur Authentizität für die rassifizierte Schwarze Person zu verstehen und zu bewerten ist. Dabei wird geprüft, ob und inwiefern Fanons Analyse Grenzen von Sartres Konzept der Unaufrichtigkeit und Authentizität aufzeigt."Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt": So lautet eine bekannte Fassung einer Grundthese von Jean-Paul Sartres Existenzphilosophie. Eine andere Grundthese ist bekannt als: "Die Hölle, das sind die anderen". Für Sartre werden wir im Blick des Anderen zum Objekt. Vor der Spannung des menschlichen Seins, zugleich Objekt für Andere und Freiheit zu sein, fliehen Menschen laut Sartre zumeist in die Unaufrichtigkeit (mauvaise foi). Ihr gegenüber stellt er die Authentizität als eine Existenzweise, in der der Mensch das eigene Sein als Freiheit anerkennt. In seinem Hauptwerk Das Sein und das Nichts nur angedeutet, definiert sie Sartre in seinem späteren Werk Überlegungen zur Judenfrage als ein "Auf-sich-nehmen" des eigenen Seins und weist sie als moralisches Ideal der Verantwortungsübernahme aus. Diese Konzeption setzt voraus, dass das Individuum grundsätzlich die Möglichkeit hat, sich zu seinem Sein frei zu verhalten. Die vorliegende Arbeit stellt die Frage, wie der Aufruf nach Authentizität zu verstehen ist, wenn dem Individuum im Blick Anderer nicht nur die Freiheit, sondern das Mensch-Sein abgesprochen wird.

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