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| ISBN | 9783406700255 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 12.03.2018 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | C.H.Beck |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 | DE-80801 München produktsicherheit@beck.de |
Erstveröffentlichung sämtlicher Gedichte von Hans Scholl und mit dem Text sämtlicher Flugblätter.
Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild von einem jungen Mann, den der Heroismus des Nationalsozialismus ebenso anzog wie eine naturmystische Frömmigkeit, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war. „Ganz leben oder gar nicht!“, notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Während er zum Fähnleinführer in der Hitlerjugend aufstieg, leitete er eine verbotene Jugendgruppe, die abenteuerliche Fahrten unternahm und verpönte Schriftstellerlas. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Als Medizinstudent interessierte er sich vor allem für Philosophie und erlebte als Sanitätssoldat das Grauen an der Front. Er war mit Künstlern und Schriftstellern befreundet, verehrte Stefan George und zunehmend Thomas Mann. Robert Zoske zeigt, wie sehr dessen Rundfunkansprachen die Flugblätter der Weißen Rose beeinflussten, die Hans Scholl verfasste und zusammen mit seinen Mitstreitern verbreitete. „Es lebe die Freiheit“, waren seine letzten Worte. Das fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.
| ISBN | 9783406700255 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 12.03.2018 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | C.H.Beck |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 | DE-80801 München produktsicherheit@beck.de |

Ulrich Rüdenauer in FALTER 11/2018 vom 14.03.2018 (S. 45)
„Die Weiße Rose“ von Inge Aicher-Scholl, der Schwester der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, erschien 1952. Es definierte das Bild dieser Gruppe mutiger, junger Menschen, die 1942/43 Flugblätter gegen die Nazis verteilten und von der Gestapo verhaftet und ermordet wurden. Vollständig war es nicht, wie wir jetzt erfahren. Robert M. Zoske, der sich seit Jahren mit der Weißen Rose beschäftigt, blickt noch einmal neu auf diesen Mythos und besonders auf Hans Scholl (1918–43), der die treibende Kraft dieser Gruppe war, auch wenn Sophie Scholl später zur dominanteren Identifikationsfigur wurde.
Eine prägende Erfahrung war für Hans Scholl die Bündische Bewegung. Die politische Ausrichtung in seinen Jugendjahren war deutschnational. Abenteuerromantik und Männerbündelei mischten sich mit dem protestantischen Geist seines Elternhauses.
Scholl war ein Schwärmer. „Wollte man in einem einzigen Bild Hans Scholls Ideal zusammenfassen, so wäre es das der Flamme: ‚Wir wollen doch Flamme sein.‘ Er hat diese Metapher mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einem Gedicht Stefan Georges entnommen, aus dem er auch den Namen Trabanten für seine Jungengruppe entlehnte.“ So war noch bis 1937 wenig deutlich, ob er nicht vielleicht sogar im Dritten Reich eine Karriere anstreben würde. Davor bewahrte ihn nicht zuletzt ein sich 1937/1938 über Monate hinziehender Gerichtsprozess, der unter anderem seine homosexuellen Neigungen zum Gegenstand hatte. Scholl fühlte wohl zum ersten Mal, welche Macht ihm da gegenüberstand. Die Jahre seines Studiums, seine Beschäftigung mit Philosophie und Religionswissenschaft und die Freundschaft mit Alexander Schmorell brachten ihn auf einen anderen Weg: „Im Juni und Juli 1942 ließ Hans Scholl seiner Lektüre durch die Verteilung von Flugblättern gegen den NS-Staat Taten folgen. Die Risiken werden ihm deutlich gewesen sein, denn, so hatte er bei Nikolai Berdjajew gelesen, wer für die Freiheit Widerstand leiste, müsse bereit sein zu leiden.“ Zoskes detailreiche Biografie macht noch einmal die Unbedingtheit und den Mut dieser jungen Leute bewusst. Und sie wird dem komplexen Charakter Hans Scholls gerecht.

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