Mädchen allein zu zweit

192 Seiten, Hardcover, ab 14 Jahre
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Themen Kinder, Jugendliche und Bildung Romane, Erzählungen, Tatsachenberichte Allgemeine, moderne und zeitgenössische Belletristik
ISBN 9783407790682
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.07.2026
Größe 21.4 x 14.3 cm
Verlag Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Empf. Lesealter ab 14 Jahre
Illustrationen Adams Teixeira de Carvalho
LieferzeitLieferung in 2-5 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10 | DE-69469 Weinheim
service@beltz.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

In klarer, präziser Sprache erzählt Daniela Dröscher von ökonomischer Ungleichheit, familiären Schieflagen und dem Zusammenhalt zweier Freundinnen in einer finanziellen Notlage. Humor und Schärfe gehen dabei Hand in Hand: mal komisch, mal schmerzhaft genau. • Literarischer Roman der Freundschaft und Gesellschaftskritik verbindet • Für junge Leserinnen ab 14 Jahren, junge Erwachsene und Fans von Daniela Dröscher • Für Leserinnen mit Lust auf Gesellschaftskritik Ein kluger und ehrlicher Roman über zwei Freundinnen und ihren Blick auf die Gesellschaft, in der sie leben – und die Frage, wie weit man füreinander gehen darf.

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Themen Kinder, Jugendliche und Bildung Romane, Erzählungen, Tatsachenberichte Allgemeine, moderne und zeitgenössische Belletristik
ISBN 9783407790682
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Erscheinungsdatum 16.07.2026
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Verlag Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
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FALTER-Rezension

Sind nur die Super­reichen schuld?

Kirstin Breitenfellner in FALTER 41/2026 vom 07.10.2026 (S. 27)

Issa und Grace sind 15 und beide Töchter alleinerziehender Mütter. „Grace war die radikalere, ich die sanftere (oder naivere oder mutlosere, das variierte je nachdem, wen man fragte ...“) Auch ihre Mütter sind verschieden. Während Issa aus einer Musikerfamilie kommt, die sich immer nahe am Prekariat bewegt, arbeitet Ewa, die Mutter von Grace, eine Polin, als Pflegerin.

Daniela Dröschers erster Jugendroman mit dem Titel „Mädchen allein zu zweit“ beginnt mit dem neuen Schuljahr. Gleich am ersten Tag erfährt die Icherzählerin Issa, dass ihre Mutter die Klassenfahrt noch nicht bezahlt hat. Immerhin 500 Euro. Dazu soll jetzt der Elternbeirat tagen, dessen Vorsitzende die Ökonomin und Aufsichtsrätin einer Bank ist, die von den Mädchen nach dem gleichnamigen Film mit Emma Stone von 2021 nur „Cruella“ genannt wird. Ausgerechnet mit ihrem Sohn, dem „SIR“, bahnt sich bei Issa eine vorsichtige Liebesgeschichte an.

Auch Grace hat Probleme. Über die Ferien sind ihre Brüste so gewachsen, dass sie schmerzen und Grace sie gegen den Widerstand ihrer Mutter ehebaldigst operieren lassen möchte. Aber von welchem Geld?

Das Monetäre spielt nicht nur im Leben der Freundinnen eine Hauptrolle, sondern auch in ihrem Denken. In den Roman eingestreut ist „Graces Handbuch“, ein „Alphabet des Geldes“ mit Sätzen wie: „Die Karriereleiter empor klimmen noch immer verlässlich Kinder reicher Eltern. Trotzdem hält sich der Mythos des Aufstieges hartnäckig.“ Ihre Erkenntnisse fußen vor allem auf dem Unterricht des Vertrauenslehrers namens Fuchs. Eine weitere Schiene bestreitet das geheime Tagebuch von Issas zehnjähriger Schwester Livvie, die seit der Scheidung der Eltern nicht mehr spricht.

Das wirkt insgesamt ein bisschen überfrachtet, außerdem klingen die Mädchen für ihr Alter manchmal zu eloquent und reflektiert. Aber insgesamt gelingt Dröscher ein glaubwürdiger, handlungsreicher und nachdenklich machender Roman über Freundschaft und Zusammenhalt.

Einzig das ständige Bashing der „Superreichen“ (inklusive „Cruella“), die Grace von der Autorin unkorrigiert für die derzeitigen Weltübel verantwortlich macht, nervt ein bisschen. Da juckt es doch anzumerken, dass auch die Fast Fashion und Urlaubsflüge und der Lebensstil von sogenannten Normalos zum Klimawandel beitragen ...

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