Urteiler, Richter, Spruchkörper

Entscheidungsfindung und Entscheidungsmechanismen in der Europäischen Rechtskultur
440 Seiten, Hardcover
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Reihe Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich
Themen Recht Rechtswissenschaft, allgemein Rechtsgeschichte
ISBN 9783412518783
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 11.10.2021
Größe 23.5 x 16 cm
Verlag Böhlau Köln
Herausgegeben von Anja Amend-Traut
Herausgegeben von Mia Korpiola, Martin Löhnig, Benjamin Lahusen, Hans-Jürgen Becker, Thomas Fischer, Wolfgang Ernst, Heiner Lück, John D. Ford, Simon Teuscher, André Krischer, Antonio Sanchez Aranda, Jose Antonio Lopez Nevot, Masaki Taguchi, Mark Godfrey, Tobias Schenk, Ignacio Czeguhn, Peter Oestmann
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Kurzbeschreibung des Verlags

Richter entscheiden Rechtsstreitigkeiten. Dieser Satz klingt selbstverständlicher, als er ist. Denn bislang konzentrierte sich die historische Justizforschung zwar mit zahlreichen Aspekten der Gerichtsverfassung und des Gerichtsverfahrens, vernachlässigte dabei jedoch die originäre Tätigkeit des Gerichts. Die Rolle des Richters in der Bearbeitung, Zuspitzung und Entscheidung eines Gerichtsverfahrens epochenüberspannend und europäisch vergleichend näher zu untersuchen, erschien deshalb besonders reizvoll. Der Tagungsband versammelt deshalb Beiträge von Historikern und Rechtshistorikern, die sich mit der Rechtsfindung im eigentlichen Sinn beschäftigen. Die Beiträge spannen den Bogen von der ungelehrten Urteilsfindung des dinggenossenschaftlichen Verfahrens im mittelalterlichen Recht bis hin zur modernen Praxis der obersten Bundesgerichte. Dazwischen finden sich zahlreiche Stationen vom spätmittelalterlichen kanonischen Gerichtsverfahren bis zu den Oberappellationsgerichten des 19. Jahrhunderts und den Geschworenen- und Schöffengerichten im reformierten Strafverfahren. Den gemeinrechtlichen Bezugspunkt bilden nicht allein das Reichskammergericht und der Reichshofrat, sondern ebenso andere europäische Obergerichte, etwa aus Spanien, England, Schottland und Schweden. Auf diese Weise lassen sich Besonderheiten, aber auch typische Gemeinsamkeiten der frühneuzeitlichen richterlichen Entscheidungstätigkeit herausarbeiten.

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