Das Interdikt in der europäischen Vormoderne.

552 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte
Themen Geschichte und Archäologie Geschichte Europäische Geschichte
ISBN 9783428182213
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 27.05.2021
Größe 23.3 x 15.7 cm
Verlag Duncker & Humblot
Herausgegeben von Tobias Daniels, Christian Jaser, Thomas Woelki
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Duncker & Humblot GmbH
Carl-Heinrich-Becker-Weg 9 | DE-12165 Berlin
info@duncker-humblot.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Das lokale Interdikt im Sinne eines temporären Entzugs von Seelsorge und Sakramenten in einem bestimmten Gebiet (Kirche, Stadt, Diözese, Herrschaftsterritorium), nahm neben der Exkommunikation eine zentrale Rolle im kirchlichen Sanktionsarsenal ein. Vom Hochmittelalter bis ins 17. Jahrhundert gehörte der durch das Interdikt hervorgerufene spirituelle Ausnahmezustand fest zum Erfahrungshorizont des vormodernen Europäers, insbesondere der Stadtbevölkerung. Das Interdikt ist aus der liturgischen und frömmigkeitspraktischen Lebenswelt Lateineuropas nicht wegzudenken. Zudem enthielt diese häufig angewandte Form der kirchlichen Strafpraxis stets ein besonderes Konfliktpotential. Ein Interdikt beschwor für jeden einzelnen Gläubigen einen unheilvollen Gewissens- und Loyalitätstest herauf, der erwünschte (Druck auf die Obrigkeit) und unerwünschte (Häresien, religiöser ›Eigensinn‹) Reaktionsszenarien provozierte. Der Band erschließt erstmals europäisch vergleichend das analytische Potenzial des Interdikts als spezifisch vormodernes Querschnittsphänomen, das gleichermaßen kirchen-, rechts- und sozialgeschichtliche Perspektiven eröffnet.

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Reihe Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte
Themen Geschichte und Archäologie Geschichte Europäische Geschichte
ISBN 9783428182213
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