Federnlesen

Vom Glück, Vögel zu beobachten
304 Seiten, Hardcover
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Mehr Informationen
Themen Geowissenschaften, Geographie, Umwelt, Planung Umwelt Umweltschutz Erhaltung von Wildtieren und Lebensräumen Artenschutz, Artensterben
ISBN 9783431040883
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 23.02.2018
Größe 21.5 x 14.5 cm
Verlag Ehrenwirth
Illustrationen Florian Frick
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HerstellerangabenAnzeigen
Bastei Lübbe AG
Schanzenstr. 6-20 | DE-51063 Köln
produktsicherheit@bastei-luebbe.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Zwischen Rotkehlchen-Gesang und Kranich-Formationen: Wie Vogelbeobachtung den Blick auf unsere Natur – und uns selbst – für immer verändert. Wer morgens auf dem Balkon dem ersten Vogelruf lauscht oder im Urlaub mit Fernglas und Neugier unterwegs ist, kennt das Gefühl: Vögel sind mehr als nur Kulisse. Sie erzählen Geschichten von Lebensräumen, Wandel und Glücksmomenten – und sie spiegeln, wie es um unsere Umwelt steht. Mit viel persönlichem Charme, feinem Humor und einer Prise Selbstironie nimmt Johanna Romberg die Leserinnen und Leser mit auf ihre Streifzüge durch Stadtparks, Lüneburger Heide, Elbtalaue und sogar bis nach Helgoland. Es geht um den Zauber der ersten Entdeckung, das Staunen über Kiebitz, Mauersegler oder Dompfaff – und um die Kunst, auch im Alltag das Federnlesen nicht zu verlernen. Romberg verbindet anschauliche Naturbeobachtung mit praktischen Tipps: Wie erkennt man Vogelstimmen? Was macht den „Jizz“ eines Vogels aus? Und warum sind die „Fluffis“ gerade da am glücklichsten, wo es schäbbich ist? Sie zeigt, wie eng Vogelschutz, Artenvielfalt und unser eigenes Lebensgefühl zusammenhängen – und warum jeder Spaziergang zum Abenteuer werden kann. Ob als Geschenk für Vogelfreunde, als Einstieg in die Vogelbeobachtung oder als literarische Reise durch Deutschlands Landschaften: Dieses Buch weckt Lust auf Natur und macht neugierig auf all die gefiederten Rätsel, die draußen noch warten.

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Themen Geowissenschaften, Geographie, Umwelt, Planung Umwelt Umweltschutz Erhaltung von Wildtieren und Lebensräumen Artenschutz, Artensterben
ISBN 9783431040883
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 23.02.2018
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Verlag Ehrenwirth
Illustrationen Florian Frick
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FALTER-Rezension

Wir machen die Welle für die Heckenbraunelle

Klaus Nüchtern in FALTER 15/2018 vom 11.04.2018 (S. 32)

Es ist wahrlich das Buch der Stunde! Denn zum einen schlägt nun, da die Wälder bereits nach Bärlauch stinken, aber noch nicht belaubt sind, die Stunde der Birdwatcher (siehe auch Artikel auf Seite 52); zum anderen ist „Federnlesen“ fraglos eines der schönsten Bücher in diesem belletristisch dürren Bücherfrühling. Johanna Romberg (Jg. 1958) hat als Reporterin für Geo gearbeitet und zweimal den Egon-Erwin-Kisch-Preis abgeräumt, und wer ihr jüngstes Buch liest, versteht das: Die Frau kann einfach schreiben. Statt seitenlang Statistiken zu zitieren und apokalyptische Szenarien breitzutreten (wie es der gewiss immens kompetente Peter Berthold zuletzt in seinem Bestseller „Unsere Vögel“ getan hat), verbindet sie persönliche Erlebnisse und Erinnerungen elegant mit den Erfahrungen von Spezialisten, die sie aufgesucht hat.
Zum Beispiel Patrick Kretz, Zimmermann und Vogekundler, der die Autorin durch Mühlheim führt und ihr die Augen dafür öffnet, dass die Brachen und Bodendeponien der Stadt eine unglaublich reiche Vogelfauna beherbergen: Bluthänflinge, Dorngrasmücken, Heckenbraunellen, Sumpfrohrsänger, die von Kretz liebevoll „Fluffis“ genannten Flussuferläufer und sogar Wanderfalken in den Lüftungsnischen der Malzfabrik. Leitsatz des Ruhrpott-Birders Kretz: „Geh dahin, wo et schäbbich ist!“
Eingebettet sind dergleichen Begegnungen in die Leiterzählung aus Rombergs Kindheit, in der sie mithilfe des Kosmos-Führers „Was fliegt denn da?“ von den Eltern dazu verlockt wurde, ihre „Wanderunlust“ zu überwinden. Seitdem beschäftigt die Autorin die Frage, ob die Silhouette, die sie im Juni 1964 in den Kärntner Alpen erspäht hat, diejenige eines Stein- oder eines Schneehuhns gewesen sein mag.
In leichtfüßigem und ­humorvollem Ton (der Gesang der Heckenbraunelle wird als „ein monotones Quietschen wie von einer ungeölten Schubkarre“ beschrieben) führt „Federnlesen“ überzeugend vor, dass das mitunter auch frustrierende Birdwatching (und -listening!) kein Höchstleistungssport ist, sondern nichts weniger bietet als ­Bewusstseinserweiterung für jedermann.

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