Zehn Dinge, die ich an der Schule hasse

Und wie wir sie ändern können - Ein Aufruf zum Handeln – vom Lehrer und Bildungsinfluencer @netzlehrer
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Die Welt hat sich verändert – die Schule nicht. In diesem Buch prangert Lehrer und Blogger des Jahres Bob Blume zehn Dinge an, die verändert werden müssen, damit die Schule endlich im 21. Jahrhundert ankommt. Denn wir können es uns in einer globalisierten Welt nicht leisten, die wichtigste Ressource, die wir haben, in guter Hoffnung sich selbst zu überlassen. Ob Lehrermangel, Probleme bei der Digitalisierung, Notendruck, nicht mehr zeitgemäße Lehrerausbildung oder überfrachtete Lehrpläne – Bob Blume kennt die Probleme an Schulen aus eigener Erfahrung. Er legt die Defizite offen und zeigt Lösungswege auf. Und macht klar: So können wir nicht weitermachen. Wir müssen handeln! Schließlich geht es um die Zukunft unserer Kinder.

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FALTER-Rezension

Mit Hass und Liebe zur besten Schule der Welt

Dieser Titel ist eine Lüge. Und zwar von vorn bis hinten. Denn Hass? Nein, keineswegs, vielmehr handelt es sich bei dieser Neuerscheinung des deutschen Lehrers und Bildungsinfluencers Bob Blume eher um einen Liebesroman, zugegeben, einer in Sachbuchform. Anders gesagt: Man muss etwas liebhaben, um es auch hassen zu können. Und das tut Bob Blume eindeutig. Er liebt die Schule, Bildung und besonders jene Menschen, die hinter diesen abstrakten Begriffen stehen.

In seinem neuen Buch finden sich zwischen Vorwort, Problempanorama, Ausblick, seinen Thesen für eine bessere Bildung und dem Nachwort zehn Kapitel der von ihm "gehassten Dinge".

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit arbeitet sich Bob Blume so durch einige Themen, die ihn wohl schon länger beschäftigen. Manche davon wurden zugleich durch die Covid-Pandemie verstärkt, brachen auf. So begegnen uns Gedanken in unterschiedlich weit ausgearbeiteter Tiefe. Die Erstarrung des Unterrichts, die Bürokratie, Prüfungen im Allgemeinen und (Ziffern-)Noten im Speziellen, die Lehrerinnen-und Lehrerausbildung, schlechte Pädagoginnen und Pädagogen, Digitalisierung, Teilhabe der Eltern wie der Schülerinnen und Schüler - alles da, was mich selbst auch als Lehrer beschäftigte, was viele beschäftigt und auch meiner Meinung nach noch viel mehr Menschen beschäftigen sollte.

Darüber hinaus bietet das Buch einen guten Einblick für jede und jeden. Blume hebt gleichsam Vorhänge hoch und lässt alle, die sich darauf einlassen, ein wenig tiefer hinter die Kulissen von Schule blicken. Anregungen zum Nachdenken wie zum konkreten Tun, immer wieder auch fast philosophisch anmutende Exkurse. Amüsant ironisierend, zutiefst betroffen und jedenfalls immer gut spürbar selbst bewegt. So findet sich für jede und jeden etwas. Keineswegs "nur" für Lehrpersonen. Aber natürlich auch für diese.

"In der Schule geht es vor allem um den Stoff. Und Lehrer sind die Dealer. Wie seit jeher sollen sie den Stoff in die Schüler stopfen, damit diese ihn am Ende wieder auskotzen können." Immer wieder finden sich Sätze, über die man gut und lange nachdenken kann. "Aus meiner Sicht ist Bildung mehr. Sie beinhaltet, das kennenzulernen, wogegen man sich entscheiden kann."

Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durchzieht, etwa bis in den "Ausblick", sinngemäß, Kinder und Jugendliche müssen von der Schule in die Lage versetzt werden zu entscheiden, was sie gut finden, was sie können und was sie können wollen. Und eben auch was sie nicht gut finden, nicht können wollen.

Bob Blume geht es um Haltungsänderungen. Er sieht das System insgesamt keineswegs unkritisch. Aber er steht zwischen jenen, die die Schule grosso modo eher unverändert belassen wollen, nennen wir sie kurz einmal "besonders konservativ". Und jenen, die am liebsten alles niederreißen würden, Schule, Bildung als Konzept völlig neu errichten wollen. Ich mag es sehr, wie Bob Blume hierbei zuerst in Möglichkeiten denkt. Er benennt diese auch in zahllosen Beispielen, sucht Bewegungsräume im Bestehenden, möchte sie nutzbar machen.

Eines scheint mir nach der Lektüre glasklar: Der "10 G Unterricht" (alle Gleichaltrigen haben zum gleichen Zeitpunkt im gleichen Fach beim gleichen Lehrer im gleichen Raum mit den gleichen Mitteln die gleichen Dinge zu tun und zu den gleichen Fragen in der gleichen Zeit die gleichen Antworten zu geben) muss ehebaldig ausgedient haben. Bob Blume ist eine wichtige Stimme für diese Veränderung.

Daniel Landau in Falter 23/2022 vom 10.06.2022 (S. 20)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783442393961
Ausgabe Originalausgabe
Erscheinungsdatum 09.05.2022
Umfang 240 Seiten
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Format Hardcover
Verlag Mosaik
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