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| Themen | Lifestyle, Hobbys und Freizeit Reisen und Urlaub Reiseberichte, Reiseliteratur |
|---|---|
| ISBN | 9783446230309 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.02.2008 |
| Größe | 218 x 150 mm |
| Verlag | Carl Hanser Verlag |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen info@hanser.de |
Trojanow ist auf allen Kontinenten zu Hause: Wie seine Vorbilder Ryszard Kapuczinski und Egon Erwin Kisch ist er am liebsten unterwegs. Was Trojanow zu berichten hat, geht weit über die Schönheit der Landschaften oder die Fremdheit der Sitten hinaus. Er erzählt, wie die Menschen leben: in dem nicht zur Ruhe kommenden Afrika, in den alle Vorstellungen sprengenden Megacitys Indiens oder in anderen Ländern Asiens, die von Naturkatastrophen heimgesucht und von politischen Umwälzungen bedroht werden. Aber auch Bulgarien, das Land seiner Geburt, nimmt dieser geborene Reisende unter die Lupe - seine Schilderungen der alten Seilschaften in neuer Verkleidung lesen sich wie moderne europäische Gruselgeschichten. Neugierig, offen, kritisch und selbstkritisch - mit dem Autor vom Weltensammler als Cicerone sieht man die Welt in einem anderen Licht.
| Themen | Lifestyle, Hobbys und Freizeit Reisen und Urlaub Reiseberichte, Reiseliteratur |
|---|---|
| ISBN | 9783446230309 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.02.2008 |
| Größe | 218 x 150 mm |
| Verlag | Carl Hanser Verlag |
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Sebastian Fasthuber in FALTER 15/2008 vom 09.04.2008 (S. 64)
Der deutsch-bulgarische Schriftsteller ist in seinem Leben viel herumgekommen. In Sofia geboren, hat Ilija Trojanow in Afrika die Kindheit und in Deutschland die Jugend verbracht; heute reist er rastlos zwischen Europa, Indien und Asien hin und her. In seinem jüngsten Buch hat er sehr persönlich gefärbte Reportagen versammelt. Am besten sind seine Beobachtungen dann, wenn er kleine Streiflichter wirft: Er analysiert Gruppenrituale in Uganda ("Die schlimmste Tragödie eines Afrikaners ist die Einsamkeit"), berichtet von der erschreckenden Stille bei einem Aufenthalt in Ruanda kurz vor dem Völkermord 1994, erzählt vom Rassismusproblem im Fußball Südafrikas (Austragungsort der WM 2010) und erklärt, wie indische Slums organisiert sind und wie sich skrupellose Slumlords an den Ärmsten bereichern.
Trojanows Überlegungen zum Weltenlauf im Allgemeinen geraten dagegen mitunter ein wenig holzschnittartig und bemüht. Wenig Wunder, wo wir es doch mit einem "entfesselten Globus" zu tun haben, einem "diskontinuierliche[n] System, so komplex wie das neueste Betriebssystem von Microsoft, mit jeder beliebigen Kombination von Befehlen und Prozessen an der Grenze zum Dysfunktionalen, und doch funktioniert es". Das lässt den Autor auf seinen Reisen immer wieder erstaunen, und der Weltbürger Trojanow, der uns auffordert, an den Komplexitäten der Herausforderungen nicht zu verzweifeln, propagiert den staunenden, aber wachen Blick.
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