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| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783446244849 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 24.02.2014 |
| Größe | 19.2 x 12 cm |
| Verlag | Hanser, Carl |
| Übersetzung | Ditte Bandini, Giovanni Bandini |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG Vilshofener Straße 10 | DE-81679 München info@hanser.de |
Die Geschichte Marias, wie sie die Bibel nicht erzählt: Lange Jahre, nachdem Christus am Kreuz gestorben ist, will die Mutter Jesu von der Heiligkeit ihres Sohnes noch immer nichts wissen. Seinen Wundern gegenüber ist sie skeptisch und den Schmerz über seinen Verlust hat sie nie überwunden. Dann erzählt sie ihre eigene Version von der Passion Christi – von ihrer ganz persönlichen Trauer, ihrer fehlenden Frömmigkeit und ihrem Eigensinn. Es ist die Geschichte einer Frau, die nicht verstehen will, weshalb ihr Sohn sich von ihr abwandte, und die auch nicht an den christlichen Gott glaubt. Durch ihre Augen eröffnet Colm Tóibín einen völlig neuen Blick auf das Christentum und erschafft ein ungeahnt menschliches Porträt der Ikone Maria.
| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783446244849 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 24.02.2014 |
| Größe | 19.2 x 12 cm |
| Verlag | Hanser, Carl |
| Übersetzung | Ditte Bandini, Giovanni Bandini |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG Vilshofener Straße 10 | DE-81679 München info@hanser.de |

Klaus Nüchtern in FALTER 9/2014 vom 26.02.2014 (S. 28)
Die Mutter Gottes ist auch nicht die, für die wir sie gehalten haben. In "Marias Testament" wirft sie, Jahre nach dem Tod ihres berühmten Sohnes, noch einmal einen Blick auf die Passionsgeschichte, die als Heilsgeschichte zu betrachten sie sich hartnäckig weigert: "Wenn ihr Zeugen braucht, dann bin ich eine Zeugin, und wenn ihr sagt, dass er die Welt erlöst hat, dann sage ich, dass es das nicht wert war."
Der schmale Roman des Iren Colm Tóibín verzichtet auf jegliches historisierende Idiom, macht aber auch einen weiten Bogen um alle Ironie- und Parodieofferte, die das Sujet hergäbe. Er ist ein sprödes, mitunter fast essayistisch anmutendes Werk, dessen Ich-Erzählerin und Protagonistin nicht wirklich fassbar wird. Erzählt wird die Geschichte einer verletzten Mutter, die mit fremdem Blick auf ihren Sohn, den Extremisten, blickt und sich weigert, die offizielle Version von dessen Entourage zu bestätigen. John Ford hätte einen Western draus gemacht.

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