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| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Memoiren, Berichte, Erinnerungen |
|---|---|
| ISBN | 9783446279841 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 18.03.2024 |
| Größe | 21 x 13.4 cm |
| Verlag | Hanser, Carl |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG Vilshofener Straße 10 | DE-81679 München info@hanser.de |
„Eine erstklassige Mischung aus Anekdoten, Analysen und Alkohol. Und die große Frage, ob wir so leben wollen, wie wir leben sollen. Hört auf diese Frauen!“ Katja Oskamp Drei Freundinnen, ein Küchentisch, vor den Fenstern die Nacht: Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann reden. Über sich als „Ostfrauen“, was auch immer diese Schublade bedeutet, über das Glück krummer Lebensläufe, über die Gegenwart mit ihrer sich ständig reindrängelnden Vergangenheit. Es wird getrunken, gelacht und gerungen, es geht um Erinnerungsfetzen und Widersprüche, um die Vielschichtigkeit von Prägungen und um mit den Jahren fremd gewordene Ideale. Im japanischen Volksglauben gibt es Geister, die aus achtlos weggeworfenen Dingen geboren werden – „wie sähe der Dinggeist der DDR aus?“, fragen die drei. Ihr Buch ist dem Erinnern und dem Sich-neu-Erfinden gegenüber so gewitzt und warmherzig, wie es jede große Gesellschaftsdiskussion verdient.
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Biografien und Sachliteratur Memoiren, Berichte, Erinnerungen |
|---|---|
| ISBN | 9783446279841 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 18.03.2024 |
| Größe | 21 x 13.4 cm |
| Verlag | Hanser, Carl |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG Vilshofener Straße 10 | DE-81679 München info@hanser.de |
Kirstin Breitenfellner in FALTER 19/2024 vom 08.05.2024 (S. 22)
Beim Fall der Berliner Mauer war Annett Gröschner bereits in ihren Zwanzigern, Peggy Mädler und Wenke Seemann aber nicht einmal Teenager. Umso mehr überrascht es, wie sehr auch die beiden Letzteren von ihren DDR-Erfahrungen geprägt sind. In einem sympathischen Experiment trafen sich die drei "Ostfrauen" sieben Nächte lang, um sich, so ihre flapsige Diktion, die "unattraktive Minderheit" schönzusaufen. Dabei gründen sie mitnichten, wie im Untertitel des Buchs suggeriert, einen idealen Staat, sondern reflektieren, was bei der Abwicklung der DDR schiefgelaufen ist. Dass es dabei um Persönliches genauso geht wie um Politisches, tut der Lesbarkeit des Buchs grundsätzlich gut. Die drei Kulturschaffenden bestätigen dabei das Bild der unprätentiösen, uneitlen "Ossis". Insgesamt überdeckt die private Ostalgie allerdings die kritische Reflexion des Unrechtsstaats. Zum Schluss bleibt das Gefühl, bei dieser ausufernden, um nicht zu sagen geschwätzigen Rekapitulation wenig Neues erfahren zu haben.
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