Islamische Imperien

Die Geschichte einer Zivilisation in fünfzehn Städten
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Kurzbeschreibung des Verlags:



»Eine herausragende Geschichte des Islam.« Peter Frankopan, Autor von Licht aus dem Osten und Die neuen Seidenstraßen in The Times



»Justin Marozzi ist ein hervorragender Stadtführer. […] Ein großartiges Buch, das unser Verständnis der Vergangenheit verändert.« The Sunday Times


Die Heilige Moschee in Mekka, die Prachtbauten der Kalifen in Damaskus, die Wolkenkratzer im heutigen Dubai: Die Zeugnisse islamischer Kunst, Kultur und Architektur besitzen weltweite Strahlkraft. Anhand fünfzehn ihrer wichtigsten Städte und deren Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte erzählt Justin Marozzi die Geschichte dieser einzigartigen Zivilisation. Dem westlichen Blick auf einen vermeintlich rückständigen Orient hält er ihre Vielfalt und Errungenschaften entgegen: die Gelehrten, die sich im Haus der Weisheit in Bagdad versammelten, oder das friedliche und tolerante Zusammenleben unter muslimischer Herrschaft in Córdoba. Er folgt den Spuren des mongolischen Welteroberers Timur zu den blauen Kuppeln in Samarkand, erzählt von den erbitterten Kämpfen um die Heilige Stadt Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge und berichtet von der Entstehung einer islamischen Moderne in Beirut, dem Paris des Nahen Ostens.
Von der Geburtsstunde der neuen Religion führt uns Marozzi über das Zeitalter der islamischen Aufklärung und imperialen Ausdehnung bis hin zu den politischen und theologischen Brüchen und Erneuerungen in der Gegenwart. So entsteht ein einmaliges und epochenübergreifendes Panorama.

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FALTER-Rezension

Wunderwelt Islam als historische Reise im Kopf

Der Einfluss islamischer Gelehrsamkeit auf die Entfaltung von Wissen in unseren Breitengraden wird selten angemessen gewürdigt. Dieses Manko zumindest bezüglich Naturwissenschaften und Mathematik zu beheben, hatte sich der US-Physiker John Freely (1926–2017) zur Aufgabe gemacht. Er unterrichtete in Istanbul, erschloss viele Quellen und verfasste zu diesem Thema wegweisende Bücher. In „Platon in Bagdad“ (2013) zeigte er etwa auf, wie bahnbrechende Erkenntnisse der Antike nur dank der Übersetzung ins Arabische den Weg nach Europa fanden.

Vergleichbar wichtige Beiträge für eine angemessene und umfassende Darstellung des islamischen Kulturraums sind auch die Werke des Briten Justin Marozzi, eines studierten Historikers, der als Reiseschriftsteller sowie als Journalist für die BBC, die ­Financial Times und den Economist bekannt wurde. Seit seinem ersten Buch über eine 2500 Kilometer lange Kamelreise durch die libysche Sahara engagiert er sich für den Reichtum dieser Zivilisation. Marozzis vorletztes Werk war 2014 Bagdad gewidmet.

Nun liegt das jüngste Buch des preisgekrönten Fellows der University of Buckingham auf Deutsch vor: „Islamische Imperien“ ist der Vielfalt der islamischen Zivilisation in ihrer Gesamtheit gewidmet und besticht inhaltlich wie dramaturgisch. Der Facettenreichtum dieser Kultur wird anhand von 15 historisch bedeutsamen Städten erzählt, beginnend mit Mekka am Roten Meer um 700 nach Christus und endend in der heutigen Zeit in Doha am Persischen Golf.

Eine einfache Lektüre ist das nicht, weil man zeitlich über 15 Jahrhunderte und geografisch in ebenso viele Weltstädte geführt wird, von Kabul und Samarkand im Osten über Bagdad, Jerusalem und Kairo bis zu den westlichsten Orten Fes und Cordoba. Doch die Mühe lohnt sich, denn Marozzi schreibt mitreißend; die Geschichten, die er zu jeder Stadt erzählt, bergen manch filmreifen Stoff. Außerdem kann man sich die Kapitel auch einzeln vornehmen, falls man etwas nachschlagen möchte oder eine Reise plant respektive von einer solchen träumt.

André Behr in Falter 10/2021 vom 12.03.2021 (S. 34)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783458178699
Erscheinungsdatum 14.12.2020
Umfang 587 Seiten
Genre Sachbücher/Geschichte
Format Hardcover
Verlag Insel Verlag
Übersetzung Ulrike Bischoff
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