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Literarische Mitschriften von Bürokratie zwischen früher Neuzeit und Gegenwart
395 Seiten, Taschenbuch
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Reihe Studien zur deutschen Literatur
Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturwissenschaft, allgemein 1600 bis 1800
ISBN 9783484181717
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 15.06.2004
Verlag De Gruyter
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
De Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13 | DE-10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Mit den Figuren des Beamten, des Sekretärs, des Angestellten und in der Struktur der Stellvertreterschaft analysiert die Literatur ihre eigene kulturelle Position zwischen providentieller Souveränität und passiver Subalternität, zwischen Intervention und Monumentalität, zwischen Metapher und Metonymie. In den literarischen Bearbeitungen der alttestamentarischen Josephsgeschichte im Barockroman und bei Thomas Mann, in Franz Kafkas Bürokratiefiktionen, in der Angestelltenliteratur der Weimarer Republik, in der Planer- und Leiterprogrammatik der DDR-Literatur und in den Büro- und Angestelltenromanen der Literatur der Bundesrepublik lassen sich Mitschriften von je unterschiedlichen Stellvertreterschaften erkennen, die den Status der Literatur selbstreferentiell ins Spiel bringen. In der Stellvertreterschaft wird die Entkopplung von Personen und Stellen, die Ersetzbarkeit des einzelnen und schließlich die Arbitrarität, aber auch die Bemächtigung der Zeichen innerhalb einer Rhetorik der Moderne virulent. Der Begriff der Mitschrift verweist auf die zwischen metaphorischer Ähnlichkeit und metonymischer Kontiguität changierende Bindung literarischer Texte an plausibel zu machende Kontexte; literarische Mitschriften entfalten sich hier zwischen passiver Abhängigkeit und selektiv-hermeneutischem Vor- und Eingriff.

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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturwissenschaft, allgemein 1600 bis 1800
ISBN 9783484181717
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