Der Edelmann am Schreibpult

Zum Selbstverständnis aristokratischer Literaten zwischen Renaissance und Revolution
290 Seiten, Hardcover
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Reihe Mimesis
Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturtheorie
ISBN 9783484550469
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 14.08.2006
Größe 23 x 15.5 cm
Verlag De Gruyter
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HerstellerangabenAnzeigen
De Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13 | DE-10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die Studie nimmt mit Castiglione, Montaigne, La Rochefoucauld, Retz, Alfieri und Chateaubriand italienische und französische Schriftsteller aus der Aristokratie in den Blick. Die Normen der Ständegesellschaft legten diesen "uneingestandenen Literaten" besondere Begründungszwänge auf, wollten sie nicht ihren gesellschaftlichen Rang gefährden. So leugneten die schreibenden Aristokraten die literarische Natur ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und entwarfen Autorrollen, die sich der beginnenden Institutionalisierung des Schriftstellers zu verweigern suchten. Mit dem Untergang des Ancien Régime und nach der Herausbildung einer bürgerlichen Literatur wurden diese aristokratischen Schreibweisen rückblickend als Dilettantismus denunziert. Dabei geriet in Vergessenheit, dass die von den schreibenden Aristokraten entwickelten literarischen Verfahren, vom Essay über Maximensammlungen bis hin zu einem besonderen Typus der Memoiren, die literarische Ästhetik der Moderne entscheidend beeinflussten. Die Untersuchung setzt mit Castiglione und Montaigne in der frühen Neuzeit ein und verfolgt die Entwicklung neuer literarischer Gattungen und die wechselnden Formen aristokratischer Selbstinszenierungen bis zum Übergang in nachrevolutionäre und romantische Schriftstellerattitüden, für die wiederum zwei Aristokraten, Chateaubriand und Alfieri, Maßstäbe setzten.

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Themen Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Geschichte und Kritik Literaturtheorie
ISBN 9783484550469
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Erscheinungsdatum 14.08.2006
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