Stereophonie der Autobiographie

Autobiographisches Schreiben von Paaren am Beispiel von María Teresa León und Rafael Alberti
213 Seiten, Hardcover
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Reihe Mimesis
ISBN 9783484550483
Erscheinungsdatum 29.04.2009
Genre Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft/Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Verlag De Gruyter
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HerstellerangabenAnzeigen
De Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13 | DE-10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com
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Kurzbeschreibung des Verlags



León und Alberti waren aktive Gegner der von Franco errichteten Diktatur. Im Kontext ihrer spezifischen Erfahrung, im Exil zu leben und zu schreiben, wurden die Autobiographien
La arboleda perdida
(Rafael Alberti) und
Memoria de la melancolía
(María Teresa León) zu einem wichtigen Medium der Aushandlung eines Lebens und Schreibens zwischen den Welten. Durch das Netz intertextueller und interpersoneller Bezüge, das zwischen den Autobiographien entwickelt wurde, wird dabei der/die Andere in den eigenen Text mit aufgenommen und eingeladen, im Schreiben auf das literarisierte Leben des/der anderen einzuwirken, es weiter zu schreiben oder zu ergänzen. Erfahrungen wie die Alzheimererkrankung der Schriftstellerin María Teresa León waren dabei für die literarische Produktion beider Autoren relevant. Signifikant war und ist sie noch, wo eine Gesellschaft lange Zeit an einem kollektiven ,Gedächtnisverlust' litt und bewusst bemüht war, die Spuren eines Bürgerkrieges während einer Diktatur und darüber hinaus zu verdecken und zu vergessen. So wird etwa das Anschreiben gegen den eigenen Verlust von Erinnerungen bei León zu einer beispielhaften individuellen Anstrengung, sich gegen das in Spanien vom Exil aus zu beobachtende institutionalisierte Vergessen zu wehren, ein Bemühen das von Alberti mit Blick auf die bereits verstummte Partnerin weitergeführt wurde, auch um León seinerseits einem solchen zu entreißen.




Die Studie zeigt eindringlich, wie ausgehend von den (Auto-)Biographien dieses Paares bisherige Überlegungen zum autobiographischen Schreiben weitergeführt und dynamisiert werden können, um die scheinbaren (Subjekt-)Grenzen dieses literarischen Genres auszuloten. Die
Stereophonie der Autobiographie
öffnet den Blick für die Autobiographie als ein (gem)einsames Projekt, das spezifische ethische und ästhetische Implikationen aufweist.


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