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Kurzbeschreibung des Verlags
Auf der Suche nach der verlorenen Musik
Graeme Lawson nimmt uns mit auf eine fesselnde Reise durch die Geschichte der Musik, bis tief in die Vergangenheit der Menschheit hinein: Er erkundet die magische Welt der Jagdgemeinschaften vor vierzigtausend Jahren, beleuchtet die Bedeutung der antiken Musik für unsere Vorfahren und zieht Vergleiche zu modernen Popfestivals und Streaming-Musik. Auf seinem Weg entdeckt er musikalische Schätze vom alten China bis zu den peruanischen Anden. Lawson präsentiert eine alternative Menschheitsgeschichte, in der Musik eine zentrale Rolle spielt, und füllt die stille Vergangenheit mit neuen Klängen.
»Dieses Buch bietet zum ersten Mal eine wirklich umfassende archäologische Geschichte der Musik.« New Scientist
Graeme Lawson, Archäologe in Cambridge, hat sein Forscherleben darauf verwendet, eines zu zeigen: dass "Musik" - im weiten Sinne als neugieriges Erforschen von Klängen und ihrer Wirkungen -kein erfreuliches Beiwerk ist, sondern ein integraler Teil der Menschheitsentwicklung. So wie das Herstellen von Werkzeugen, das Zeichnen oder das Zählen. Schon frühe Vorfahren des Homo sapiens ergründeten Klänge und Rhythmen.
Daher wurden grundlegende Prinzipien wie die Naturtonreihe in verschiedenen Weltregionen und Epochen mehrmals entdeckt. So ist auch die Grifflochtechnik der Flöten universell verbreitet - schon die 40.000 Jahre alte Geierknochenflöte, die man vor wenigen Jahren in Süddeutschland fand, wurde mit sicherem Wissen um das Verhältnis von Spielhand, Instrument und Intervallik hergestellt. Die Flöte steht somit bereits in einer langen Tradition des Herstellens und Spielens.
Lawson lässt den Leser teilhaben an seiner Leidenschaft für die Detektivarbeit beim Rekonstruieren eines Apparates und dessen kultureller Kontexte: seien es "Graffiti" in romanischen Kirchen; seien es anderthalb tausend Jahre alte Panflöten in Peru, die bei einem Ritual mitsamt Menschen geopfert wurden; sei es ein riesiges Glockenspiel aus der chinesischen "Zeit der streitenden Reiche" im Grab eines Fürsten, der sein ganzes Hoforchester mit in den Tod nahm, das bereits in Ganzton-Halbton-Skalen gestimmt ist.
Mit dem Buch hat Lawson eine Art Führer durch ein imaginäres "Weltmusik"-Museum angelegt. Es selbst kann nichts hörbar machen, nur hinweisen auf die Rekonstruktionen alter Instrumente, die Lawson teils selber nachbaute. Da der Verlag knauserte und sich Tonbeispiele, adäquate Illustrationen und Quellenverweise sparte, muss der Leser einiges an Recherche investieren, um das "Museum" wirklich lebendig werden zu lassen. Tut er das, dürfte das Buch sein Bild dessen verändern, was es heißt, ein Mensch zu sein.