Memories of Heidelberg

Roman | "Vielleicht schreibt Heinz Strunk auch einfach die realistischsten Liebesgeschichten der deutschen Literatur." SPIEGEL
176 Seiten, Hardcover
€ 23,70
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9783498009748
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 17.07.2026
Größe 21 x 13.2 cm
Verlag Rowohlt
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HerstellerangabenAnzeigen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19 | DE-20099 Hamburg
produktsicherheit@rowohlt.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub gönnen. Vielleicht vertreibt das ja auch den seelischen Smog über dem Eheleben. Das Boutiquehotel ist teuer, aber für das viele Geld gar nicht so toll; dafür haben die beiden gleich einen neuen Stamm-Italiener ausgemacht. Das Restaurant voller Flair befindet sich auf einem alten Flussschiff im Neckar.

Während die Ehe der beiden im Verlauf einer Woche zusehends aus der Form gerät, wird auch der abendliche Gang auf das Restaurantschiff immer mehr zur Enttäuschung, zur Strafe, zur Höllenqual. Das Teuflische bricht mit verheerender Macht in den Alltag, am Ende steht eine Katastrophe – und das alles zum Schlager-Oldie Memories of Heidelberg in Dauerschleife.

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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9783498009748
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Erscheinungsdatum 17.07.2026
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FALTER-Rezension

Neues von Heinz Strunk: "Shining" im Boutiquehotel

Sebastian Fasthuber in FALTER 30/2026 vom 22.07.2026 (S. 28)

Von der Literaturkritik wurde er zunächst als Witzbold belächelt. "Fleisch ist mein Gemüse"? Nicht sein Ernst! Mit seinem Serienmörder-Roman "Der goldene Handschuh" ist Heinz Strunk dann zum Autor von Rang avanciert.

1962 in Hamburg als Mathias Halfpape geboren, versuchte er sich seit den frühen 1980ern als Musiker, später auch als Humorist und Schriftsteller. Lang ging bei ihm gar nichts. Dann kam der Erfolg beim Publikum und schließlich auch das Renommee.

Strunk ist jetzt halbseidener Gaudibursch und gefeierter Dichterfürst in einem. Er balanciert zwischen diesen beiden Polen so souverän, wie er in seinen Plots Tragik und Komik austariert. In dem neuen Roman "Memories of Heidelberg" bewegt er sich auf bekanntem Terrain: Er erzählt von Verfall und Verwahrlosung sowie flüchtigen Momenten von Hoffnung und Glück.
Ein etwas in die Jahre gekommenes Paar checkt für eine Woche in einem Boutiquehotel ein. Es ist Frühling in Heidelberg, aber die Beziehung befindet sich im Spätherbst. Und statt Romantik im Bademantel erleben die beiden Niederlagen am laufenden Band.

Die sündteure Unterkunft erweist sich als Service-Wüste ohne Personal. Auch das italienische Restaurant auf einem Flussschiff wirkt nur auf den ersten Blick nett. Doch die Gäste sind hier nicht Könige, sondern immer neuen Demütigungen durch den Betreiber ausgesetzt. Vorhölle Gastronomie! Und dazu dudeln in Dauerschleife eine Handvoll Italo-Evergreens sowie Peggy Marchs melancholischer Sixties-Schlager "Memories of Heidelberg".

Geschildert wird dieses "Shining" am Neckar aus der Sicht des Mannes, eines schlaffen alten Sacks mit ständigem Heißhunger auf Snacks. Bei aller Grauslichkeit gelingt es dem Autor, der Figur zugleich etwas Anrührendes mitzugeben.

Sprachlich ist das Buch ein Hochamt des Derben. Strunk hat es zur Kunst entwickelt.

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