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| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783498035730 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 21.10.2016 |
| Größe | 19 x 11.5 cm |
| Verlag | Rowohlt |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Rowohlt Verlag GmbH Kirchenallee 19 | DE-20099 Hamburg produktsicherheit@rowohlt.de |
Ein einsam gelegenes Ferienhaus. Tief unten das Tal mit seinen würfelkleinen Häusern, eine Serpentinenstraße führt hinauf. Das kalte Blauweiß der Gletscher, schroffer Granit, die Wälder im Dunst – es ist Dezember, Vorweihnachtszeit. Ein junges Ehepaar mit Kind hat sich für ein paar Tage dieses komfortable Haus gemietet, doch so richtig aus der Welt sind sie nicht: Das Kind erzählt wirre Geschichten aus dem Kindergarten, die Frau tippt Nachrichten auf dem Telefon, und der Mann - ein Drehbuchautor, von dem ein Produzent den zweiten Teil seiner erfolgreichsten Komödie erwartet - schreibt Ideen und Szenen in sein Notizbuch. Aber mehr und mehr notiert er auch anderes - eheliche Spannungen, Zwistigkeiten, vor allem die seltsamen Dinge, die rings um ihn geschehen. Denn mit dem Haus stimmt etwas nicht. Daniel Kehlmanns phantastische Erzählung ist im doppelten Wortsinn unheimlich, die Spirale in den Abgrund entwickelt einen starken Sog – umso mehr, als dem Schrecken etwas zur Seite gestellt wird: die wechselnden Stimmungen in der Familie, das Nebeneinander von Liebe und Gereiztheit, die Sorge um das Kind. «Das Geheimnis ist, dass man sich ja doch liebt.» Ist es so? Allmählich verschwimmen die Konturen, und der Boden beginnt zu wanken.
| Themen | Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch |
|---|---|
| ISBN | 9783498035730 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 21.10.2016 |
| Größe | 19 x 11.5 cm |
| Verlag | Rowohlt |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Rowohlt Verlag GmbH Kirchenallee 19 | DE-20099 Hamburg produktsicherheit@rowohlt.de |

Klaus Nüchtern in FALTER 46/2016 vom 16.11.2016 (S. 36)
Schon aus Kubricks „Shining“ weiß man, dass es schlimm ausgeht, wenn sich Familienväter zum Schreiben ins Gebirge zurückziehen. Daniel Kehlmann nutzt dieselbe Ausgangssituation, er hat bloß den Buben durch ein Mädchen ersetzt. Das Verhältnis des Erzählers zu seiner Gattin ist sichtlich angespannt: „Jetzt spielen sie auf dem Teppich und sind laut, und ich kritzle weiter, damit sie meinen, ich würde arbeiten.“
Der unter Druck stehende Drehbuchautor arbeitet an einer Fortsetzung seines Erfolgsfilmes „Allerbeste Freundin I“, die läppischen Ansätze dazu sind in den Text montiert, der sich auf eher unökonomische, ebenso hölzerne wie manierierte Weise alles greift, wessen er zur Evozierung des Numinosen zu bedürfen glaubt. Wo alle Regeln der Kausalität, der Naturgesetze und des Erzählens suspendiert sind, bleibt aber der Horror eine bloße Behauptung, das intendierte Verwirrspiel nichts weiter als wirr.

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