Bischof Ottokár Prohászka (1858–1927)

Krieg, christliche Kultur und Antisemitismus in Ungarn
244 Seiten, Leder-/Kunstleder- oder Prachteinband
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Reihe Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen
Themen Geschichte und Archäologie Geschichte Europäische Geschichte
ISBN 9783506766175
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 23.03.2015
Größe 23.3 x 15.7 cm
Verlag Brill | Schöningh
Herausgegeben von Wilhelm Damberg, Rudolf Morsey, Hans Günter Hockerts, Hans Langendörfer SJ, Klaus Gotto, Michael Kissener, Ulrich von Hehl
LieferzeitLieferbar in 14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Brill Deutschland GmbH
Robert-Bosch-Breite 10 | DE-37079 Göttingen
productsafety@degruyterbrill.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Bis heute zählt Ottokár Prohászka (1858– 1927) zu den prominentesten Persönlichkeiten des ungarischen Katholizismus. Als Bischof der Diözese Stuhlweißenburg (heute: Székesfehérvár) und Vertreter des politischen Katholizismus wirkte er führend an Gründung und Gestaltung einer christlichsozialen Bewegung in Ungarn mit. Dem rapiden Wandel der Gesellschaft und ihren Säkularisierungstendenzen stellte er ihre Erneuerung im Zeichen der »christlichen Kultur« entgegen. Allein im Christentum sah Prohászka das tragfähige Fundament der ungarischen Nation. Den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verstand der Stuhlweißenburger Bischof als Kairos einer Abkehr Ungarns von Laizismus und vom Glaubensabfall, vom Liberalismus, Kapitalismus bzw. Sozialismus und einer Rückkehr zur Einheit von Glaube, Kultur und christlicher Staatsnation. Prohászkas Zivilisationskritik am wirtschaftlichen Liberalismus nahm starke antisemitische Züge an, als sich Ungarn gegen Ende des Krieges zu einem »ethnisch reinen« und konfessionell dominant katholischen Nationalstaat entwickelte. Im neuen christlich-nationalen Ungarn war für eine Religion »ohne ethisches Bewusstsein« und ihre jüdischen Angehörigen kein Platz. Die Studie zeichnet die Verschränkungen von theologischem Denken, nationalem Bewusstsein und politischem Handeln Ottokár Prohászkas nach. Indem sie aufzeigt, wie seine Erfahrung und Deutung des Ersten Weltkrieges christlichen Nationalismus, Konfessionalismus und Antisemitismus in neuer Weise verband, erhellt sie erstmals exemplarisch die im ungarischen Katholizismus anzutreffenden Übergänge zwischen traditionellen Antijudaismus der Kirche und rassischem Antisemitismus der »Moderne«.

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Reihe Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen
Themen Geschichte und Archäologie Geschichte Europäische Geschichte
ISBN 9783506766175
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 23.03.2015
Größe 23.3 x 15.7 cm
Verlag Brill | Schöningh
Herausgegeben von Wilhelm Damberg, Rudolf Morsey, Hans Günter Hockerts, Hans Langendörfer SJ, Klaus Gotto, Michael Kissener, Ulrich von Hehl
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